Kulturstrategie 2030: Kulturdrehscheibe im Ausseerland nimmt Arbeit auf
Die erste Kulturdrehscheibe der Steiermark wird nun in Betreib genommen, damit nimmt das Ziel "Regionale Kulturdrehscheiben - Soziale Verortung" im Rahmen der
Kulturstrategie 2030 erste Fahrt auf. Doris Randacher und Benjamin Zerhau übernehmen gemeinsam die Leitung der neuen Anlauf- und Vernetzungsstelle. Sie soll die kulturelle Vielfalt des Ausseerlands sichtbarer machen, Kulturschaffende miteinander verbinden und neue Kooperationen ermöglichen. Es war die gemeinsame Vorarbeit der vier steirischen Gemeinden, die Teil von der Kulturhauptstadt Bad Ischl-Salzkammergut 2024 waren: Bad Aussee, Bad Mitterndorf, Altausee und Grundlsee gemeinsam mit dem Tourismusverband und dem Kulturdialog wollen einen flächigen Impulsgeber, der durch Gemeinsames den regionalen Wert von Kunst und Kultur im Ausseerland sichtbar macht.
Kulturdrehscheiben sollen das kulturelle Leben in den Regionen stärken, Kunst- und Kulturschaffende, Vereine und Gemeinden vernetzen und neue Kooperationen ermöglichen. Zu ihren Aufgaben zählen Information und Beratung, die Vermittlung von Räumen und Ausstattung sowie eine bessere Abstimmung und Sichtbarkeit des Kulturangebots. Auch die Zusammenarbeit zwischen traditioneller Volkskultur und zeitgenössischer Kunst soll gestärkt werden.
In der Kulturstrategie wurde mit „Kulturdrehscheibe" ein Bild gewählt, das für Information, Bewegung, Vernetzung Kooperation, Miteinander und Dynamik steht.
Der steirische Kulturlandesrat Karlheinz Kornhäusl betont: „Kunst und Kultur leisten in unseren Regionen einen wertvollen Beitrag für Diskurs und Zusammenhalt. Mit diesem Pilotprojekt aus der Kulturstrategie 2030 wollen wir Orte der Begegnung schaffen, die Vernetzung stärken und mithelfen die Kultur in den Gemeinden noch präsenter zu machen."
Die Architektin Doris Randacher lebt in Bad Aussee und ist eine erfahrene Projekt-, Produkt und Kommunikationsmanagerin in unterschiedlichen Bereichen. Benjamin Zerhau ist Filmproduzent, Autor und Redakteur, uner anderem produzierte er den preisgekrönten Kinofilm "Wovon sollen wir träumen" (Publikumspreis Max Ophüls Preis 2026).
Auswahl anhand von Kriterienkatalog
Die Ausschreibung stieß auf großes Interesse: Insgesamt gingen 35 Bewerbungen ein. Ein zehnköpfiges Auswahlgremium bewertete die Bewerbungen anhand gewichteter Kriterien. Nach einer schriftlichen Vorauswahl wurden sieben Kandidatinnen, Kandidaten und Teams zum Hearing eingeladen. Sechs davon stellten sich am 17. September 2026 im Stadtamt Bad Aussee dem Gremium.
Mit der Besetzung der Leitung ist eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung geschaffen. Doris Randacher und Benjamin Zerhau sollen nach einer Einarbeitungsphase und ersten Strategiegesprächen ihre Ziele, geplanten Projekte und Arbeitsweisen persönlich vorstellen.
Die Kulturdrehscheibe soll eng mit den vier Gemeinden, dem Land Steiermark, dem Tourismus, dem Kulturdialog und den bestehenden Kulturstrukturen zusammenarbeiten. Entscheidend wird sein, die unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure einzubeziehen und Angebote zu schaffen, die ihre Zusammenarbeit im Alltag erleichtern.
Als Pilotprojekt kann die Kulturdrehscheibe Ausseerland zugleich wichtige Erfahrungen für die weitere Umsetzung der Kulturstrategie 2030 liefern. Ziel ist es, die kulturelle Vielfalt der Region nachhaltig zu stärken, bestehende Initiativen miteinander zu verbinden und neue Impulse für das Kulturleben im Ausseerland zu ermöglichen.






