Ab 2.07.2026: "Transfer"-Ausstellung - Zeitgenössische Kunst aus Kärnten und der Steiermark
TRANSFER I Ein künstlerischer Austausch zur Mobilität
Eine Vision wurde Wirklichkeit, der Koralmtunnel schafft nicht bloß einen Tunnelblick sonder macht die Perspektiven weit: Was entsteht, wenn der Abstand schwindet? Wie können zwei Regionen einander wahrnehmen und wie verschieben sich Gewohnheiten und mIdentitäten? Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler hinterfragen in der Ausstellung "Transfer" (2. Juli bis 30. August 2026) die unterschiedlichen Aspekte von Geschwindigkeit, Zeit und Raum.
Die Stadtgemeinde Wolfsberg und die Stadtgemeinde Deutschlandsberg laden zu einem aktiven Kulturtransfer zwischen Kärnten und der Steiermark ein. Erleben Sie die Ausstellung an zwei außergewöhnlichen Orten: im Schloss Wolfsberg und im Kulturforum Laßnitzhaus Deutschlandsberg.
- Kulturforum Laßnitzhaus Deutschlandsberg I Eröffnung am 2. Juli 2026, 19.00 Uhr
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr
www.kulturforum.laßnitzhaus.at - Schloss Wolfsberg I Eröffnung am 1. Juli 2026, 19.00 Uhr
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr
www.wolfsberg.at
Ausstellungsdauer: 2. Juli bis 30. August 2026
Willkommen bei "Transfer":
Einladung für die Eröffnung am 2. Juli 2026 (pdf)
In diesem historischen Moment, in dem eine jahrzehntealte Infrastrukturvision Wirklichkeit wird - Wolfsberg und Deutschlandsberg liegen jeweils an der Koralpe -, geht es um mehr als schnelle Verbindungen. Im Rahmen der vom Land Steiermark und dem Land Kärnten im Dezember 2025 im Museum für Geschichte in Graz und im Kärnten Museum in Klagenfurt eröffneten Ausstellungen „Aufbruch. Kärnten - Steiermark" wurden insbesondere kulturhistorische, touristische, sozial- und zeitgeschichtliche Aspekte aufbereitet.
Die Ausstellung „TRANSFER" will mit Positionen zeitgenössischer Kunst die Perspektive weiten und fragen, wie sich unsere Wahrnehmung von Raum und Zeit, Geschichte und Zukunft verändern werden. Der Begriff TRANSFER steht dabei sinnbildlich für einen Austausch nicht nur zwischen den beiden Bundesländern Kärnten und Steiermark, sondern für die vielfältigen Verflechtungen zwischen unterschiedlichen Perspektiven und unterschiedlichen Raum- und Zeitstrukturen.
Die Koralmbahn erschließt einen gemeinsamen Kulturraum, der von der Steiermark bis Slowenien reicht. Im Zuge der Bauarbeiten wurden entlang der gesamten Strecke archäologische Grabungen durchgeführt und mehrere tausend Funde registriert, die von der Jungsteinzeit bis ins frühe Mittelalter reichen und diesen Sachverhalt bestätigen. Welche Identitäten werden dadurch bestärkt oder herausgefordert?
Der Zug von Graz nach Klagenfurt fährt mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h und lässt die Landschaft zu einem verschwommenen grünen Streifen werden. Die zunehmende Beschleunigung, die uns in jedem Lebensbereich widerfährt, hat nicht nur Auswirkungen auf unsere Wahrnehmung, sondern verändert unser Bewusstsein von Raum und Zeit. Entfernungen werden gleichsam zusammengeschoben, es gibt keine Distanzen mehr und Raum löst sich endgültig zugunsten der Zeit auf.
Zwölf Künstlerinnen und Künstler über Zeit und Raum
Jeweils 6 Künstlerinnen und Künstler aus der Steiermark befragen aus einer kritischen Distanz heraus unser kulturelles Erbe, unsere Wahrnehmungen von Zeit und Vorstellungen von Raum, die materiellen Bedingungen der Realisierung dieses Großprojektesund die politischen und kapitalistischen Strategien seiner Repräsentation In den historischen Räumen von Schloss Wolfsberg treffen sechs Positionen aus Kärnten und Slowenien aufeinander. Simon Goritschnig, Katharina Gruzei, Gašper Kunšič, Maria Legat, Payer Gabriel, Hubert Sauper greifen in ihren künstlerischen Arbeiten diese Themen auf.
Im Kulturforum Laßnitzhaus Deutschlandsberg setzen Sonnhild Essl, Ernst Koslitsch, Marlene Mautner, Katrin Plavcak, Daniel Wetzelberger und zweintopf diese Befragung fort und wenden sich Zeit und Mobilität mit ihren ökologischen, technologischen und gesellschaftlichen Implikationen zu. So vielfältig die Wege, so eindringlich das gemeinsame Ziel: jenen offenen Raum sichtbar zu machen, in dem Bewegung zu Begegnung wird.
Kuratiert wurde die Ausstellung in kollegialer Abstimmung von zwei Teams durch Veronika Suschnig und Igor Pucker für Kärnten und Anja Weisi Michelitsch und Roman Grabner für die Steiermark.







