Link zur Startseite

„Kunstraum Steiermark“ zeigt erstmals Werke von Stipendiatinnen und Stipendiaten des Landes Steiermark

Die junge steirische Kunstszene präsentiert sich in der Neuen Galerie

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Kurator Günther Holler-Schuster (2.v.l.) und Kulturlandesrat Christian Buchmann (r.). © UMJ/Lackner
Die Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Kurator Günther Holler-Schuster (2.v.l.) und Kulturlandesrat Christian Buchmann (r.).
© UMJ/Lackner

Graz, 30. November 2016 - Gestern Abend wurde in der Neuen Galerie Graz der Kunstraum Steiermark eröffnet. Die Ausstellung zeigt Werke von 18 Künstlerinnen und Künstlern, die im Rahmen von Atelier- und Stipendienprogrammen des Kulturressorts des Landes Steiermark im Zeitraum 2015/16 entstanden sind. Diese Schau erfüllt den lang gehegten Wunsch steirischer Künstler/innen nach einem Präsentationsraum für die junge, zeitgenössische Kunst. Das Spektrum der präsentierten Arbeiten ist sehr vielfältig: Zahlreiche Videos finden sich neben Skulpturen sowie literarischen und musikalischen Werken. Bis 29. Jänner 2017 kann die Ausstellung bei freiem Eintritt besucht werden.


Die vielfältigen Kunstwerke widerspiegeln eine große Bandbreite an Medien und Themen: Während sich Susanna Flock in ihrer Videoarbeit mit „Ego-Shootern" beschäftigt und den Moment, in dem der Spieler von der Kugel getroffen wird, nachstellt, experimentiert Stephanie Weberhofer mit dem Material der Filmrolle und deren Vergänglichkeit bzw. Veränderbarkeit. Franz Konrad hat ein Fahrrad kreiert, das als mobiles Atelier fungiert und die Tradition der Pleinairmalerei aufgreift. Einen ironischen Kommentar macht Max Gansberger mit seiner skulpturalen Arbeit EXIT, wenn er das in alle Richtungen drehbare Notausgangsschild am Boden anbringt. Auch Daniel Wetzelberger arbeitet mit Skulpturen: Er lässt mit seiner Arbeit Bewegungsprofil Möbelstücke durch den Raum wandern und zeichnet ihre Wege mit Ton nach. Karoline Rudolf hingegen hat in ihrem Werk a m o k Elemente von Sprache bzw. Schrift eingesetzt und die Decke des Joanneumsviertel-Foyers mit subtilen Stuckarbeiten versehen. Das Wort spielt auch bei Kathrin Velik eine zentrale Rolle, wenn sie das Wort NOT an der Wand versinken bzw. aufsteigen lässt. Sie verweist damit auf ein Boot und experimentiert gleichzeitig mit der Bedeutung dieses Wortes auf Deutsch und Englisch. Wendelin Pressl spielt in seinem Werk Planetomat einmal mehr mit der Wahrnehmung der Besucherinnen und Besucher und lässt sie durch ein an der Wand angebrachtes Fernrohr Planeten sehen.

Weiters sind Videoarbeiten von Lisbeth Kovacic, Evelyn Loschy und Katharina Swoboda sowie Fotografien von Zita Oberwalder und David Reumüller zu sehen. Clemens Hollerer ist mit einer Skulptur vertreten, und Jimi Lend und Christoph Szalay präsentieren ihre literarischen Arbeiten. Musikalisches steuert Patrick Dunst bei, Lisa Horvath zeigt Ausschnitte ihrer performativen Arbeit.

Auch Kulturlandesrat Christian Buchmann freut sich über die gelungene Zusammenarbeit: „Nach fünf erfolgreichen Jahren, seitdem wir die Atelier- und Stipendienprogramme neu aufgestellt haben, ist es schön zu sehen, dass diese von den Künstlerinnen und Künstlern so gut angekommen werden. Gleichzeitig gibt uns die nun realisierte Ausstellung die Möglichkeit, die Werke einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren."