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Kulturressort unterstützt elf grenzüberschreitende Kulturprojekte zur Flüchtlingskrise

Graz, 23.06.2016 - Auf Antrag von Kulturlandesrat Dr. Christian Buchmann hat die Landesregierung heute beschlossen,  elf grenzüberschreitende Kunst- und Kulturprojekte mit insgesamt 147.960 Euro zu unterstützen. Die Projekte wurden im Zuge des Calls „Strategien für die Zukunft – ein künstlerischer Beitrag zur Flüchtlingskrise“ eingereicht und vom Kulturkuratorium zur Förderung empfohlen. Die themenbezogenen Calls sind seit 2014 ein wesentliches Element im Aktionsfeld Kultur International. „Kunst ist seit jeher ein Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen. Sie regt an, nachzudenken, Dinge zu reflektieren und in Frage zu stellen. Genau das werden die geförderten Projekte im Hinblick auf die aktuelle Flüchtlingskrise tun, die eine der größten Herausforderungen in der Geschichte unseres Kontinents ist“, so Landesrat Buchmann.


Der Call für die Vergabe von grenzüberschreitenden Kunst- und Kulturprojekten wurde von der Abteilung 9 Kultur, Europa, Außenbeziehungen ausgeschrieben. Kunst- und Kulturschaffende aus der freien Szene, regionale Kulturinitiativen sowie Kulturwissenschafterinnen und –wissenschafter waren eingeladen, grenzüberschreitende Projekte mit Partnern aus dem „trigon-Raum“ (Ungarn und Südosteuropa) einzureichen. Ein Ziel des Calls ist es, Beziehungen zwischen der Steiermark und dem südosteuropäischen Raum in Anknüpfung an das trigon-Projekt zu intensivieren. „Die Calls der letzten beiden Jahre haben wesentlich dazu beigetragen, den trigon-Gedanken neu zu beleben. Diese Vernetzung im gemeinsamen Kulturraum Südosteuropa wollen wir auch in Zukunft weiter vorantreiben“, so Landesrat Buchmann.

Im Mittelpunkt des Calls standen Fragen zur aktuellen Flüchtlingskrise. Wie gehen Künstlerinnen und Künstler mit der Flüchtlingskrise um? Welche Strategien und Vorschläge haben sie für eine Gesellschaft, die von den Ereignissen verunsichert ist, welche Strategien zur Überwindung sprachlicher, kultureller, sozialer und religiöser Grenzen? Diese Themen sollen mit Mitteln der zeitgenössischen Kunst beantwortet werden. Insgesamt wurden 36 Projekte eingereicht. Wichtige Kriterien für die Förderung waren unter anderem die künstlerische Qualität, der Steiermark-Bezug und die Einbeziehung von Projektpartnern aus dem südosteuropäischen Raum.

Folgende Projekte wurden vom Kulturkuratorium zur Förderung vorgeschlagen und von der Landesregierung beschlossen:

  • „Frames of War“ (Katharina Swoboda)
  • „Girls United Austria“ (Sonja Sawoff)
  • „Common Ground“ (InterACT – Werkstatt für Theater und Soziokultur) „No-man´s-land“ (Verein uniT)
  • „The Long And Winding Road“ (Verein Tanztheater und Bühnenwerkstatt Graz)
  • „Servus & Grias di – Touren mit dem mobile mapper” (MO:YA VISUALS – Verein zur Förderung von Medienkunst und audiovisueller Kunst)
  • „PHONART_THE SONIC TRACES OF REFUGEES“ (enterprise Z Kultur- und Eventverein zur Realisation von intermedialen Projekten in und für den öffentlichen Raum)
  • „MENSCHEN-RECHTE wörtlich nehmen“ (mur.at – Verein zur Förderung von Netzwerkkunst)
  • „Inverting Battlefields – for a boarderless future“ (XENOS – Verein zur Förderung der soziokulturellen Vielfalt)
  • „TEMPEL TREFF“ (Kathrin Velik)
  • „satz 36: bitte helfen sie mir dann, den Ausgang zu finden“ (Ewald Gfrerer)