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Neue Struktur stärkt das Universalmuseum Joanneum

Buchmann: „Häuser des Universalmuseums sollen stärkere Strahlkraft entwickeln!“

UMJ-Geschäftsführer Wolfgang Muchitsch und Kulturlandesrat Christian Buchmann (v.l.). © UMJ
UMJ-Geschäftsführer Wolfgang Muchitsch und Kulturlandesrat Christian Buchmann (v.l.).
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Graz, 11.09.2015 - Anlässlich des bevorstehenden Abschieds von Peter Pakesch als Intendant des Universalmuseums Joanneum (UMJ) präsentierte Kulturlandesrat Dr. Christian Buchmann heute die Pläne für die künftige Ausrichtung von Österreichs zweitgrößtem Museum. Wesentliche Änderung ist eine Führungsstruktur mit nur einem Geschäftsführer. Die Position wird der bisherige wissenschaftliche Leiter HR Dr. Wolfgang Muchitsch übernehmen. Die Leitung des Kunsthauses Graz wird international ausgeschrieben. „Die schlankere Struktur in der Führung ermöglicht uns eine stärkere Positionierung der einzelnen Häuser des Universalmuseums nach außen. Für das Kunsthaus wollen wir eine künstlerische Leiterin oder einen künstlerischen Leiter, der die unter Peter Pakesch erfolgreiche internationale Vernetzung weiterführt und gleichzeitig die heimische Szene stärker als bisher in die Programmatik des Hauses einbindet", so Buchmann.


Joanneums-Intendant Peter Pakesch hat Buchmann informiert, eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen und seine Funktion im UMJ mit 30. September 2015 zurücklegen zu wollen. „Ich danke Peter Pakesch für seine Arbeit. Er hat das Universalmuseum in den zwölf Jahren seiner Intendanz weit über die Grenzen der Steiermark und Österreichs hinaus bekannt gemacht. Es ist ihm insbesondere gelungen, nationale und internationale Künstler wie Franz West, Heimo Zobernig, Ai Weiwei oder Ilya Kabakov nach Graz zu holen. Gleichzeitig hat er auch aufstrebenden jungen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit gegeben, sich zu präsentieren. Ich möchte seinen Plänen nicht im Wege stehen. Wir haben uns daher auf eine einvernehmliche Auflösung seines bis Ende 2017 laufenden Vertrages geeinigt. Peter Pakesch wird zudem zwei von ihm initiierte Ausstellungsprojekte im kommenden Jahr kuratieren", betont der Landesrat.

Buchmann wird die Auflösung des Vertrages mit Pakesch und die geplanten Änderungen in der Struktur des UMJ am kommenden Donnerstag in die Landesregierung einbringen. Damit der Vertrag mit 30. September 2015 aufgelöst werden kann, muss auch die Stadt Graz als 15 Prozent-Gesellschafterin zustimmen.


Schlankere Führungsstruktur und geschärfter kulturpolitischer Auftrag

Ab sofort wird nur mehr ein Geschäftsführer die Geschicke des UMJ leiten. Die Einsparungen, die sich daraus ergeben, fließen in das Budget des UMJ und stehen zusätzlich für Ausstellungen zur Verfügung. Die Leitung des Kunsthauses wird international ausgeschrieben. „Ich bin überzeugt, dass im Kunsthaus noch viel Potenzial steckt, das wir nutzen wollen. Die künftige künstlerische Leiterin oder der künstlerische Leiter soll sich daher ganz auf das Kunsthaus konzentrieren", so Buchmann. Neben den Änderungen in der Struktur schärft Buchmann auch den kulturpolitischen Auftrag für das UMJ. „Ich möchte, dass die Besucherzahlen von derzeit rund 550.000 pro Jahr deutlich gesteigert werden. Dazu ist es notwendig, den Häusern innerhalb des Universalmuseums mehr Eigenständigkeit zu geben, damit sie sich entsprechend profilieren können", so Buchmann. Weiters fordert der kulturpolitische Auftrag eine deutliche Belebung des Joanneumsviertels und im Bereich der bildenden Kunst einen stärkeren Wettbewerb zwischen Kunsthaus und Neuer Galerie durch die Trennung in der Führung der beiden Häuser. „Ich habe den Geschäftsführer, den Aufsichtsrat und das Kuratorium bereits beauftragt, mir bis Jahresende ein entsprechendes Konzept vorzulegen, wie diese Zielsetzungen erreicht werden sollen", so Landesrat Buchmann abschließend.