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Geschäftsbericht 2013 des Universalmuseums Joanneum veröffentlicht

Graz, am 02.07.2014: Erfolgreicher Abschluss der Neuausrichtung - Joanneum für die Zukunft gut aufgestellt.


Das Geschäftsjahr 2013 bescherte dem Universalmuseum Joanneum nicht nur ein neues Rekordergebnis im Sponsoring, sondern auch einige infrastrukturelle Erneuerungen bzw. Erweiterungen: So wurden etwa die Rosegger-Landesgedenkstätten in Alpl und Krieglach in den Verband des Joanneums aufgenommen, der Eingangsbereich des Landeszeughauses wurde neu und die weltweit größte historische Waffenkammer somit endlich barrierefrei gestaltet und das Naturkundemuseum im Joanneumsviertel nach vierjähriger Schließzeit wiedereröffnet. Letzteres bildete zugleich den erfolgreichen Schlussstein des rund 15-jährigen Erneuerungsprozesses des Universalmuseums Joanneum und seiner Standorte. Durch die sorgfältig vorbereitete Trennung des Führungs- und Aufsichtsdienstes wurde zudem die Professionalisierung und Qualität der Vermittlungsangebote für unsere Besucherinnen und Besucher gesteigert.

Der Geschäftsbericht steht online unter
www.museum-joanneum.at/Geschaeftsbericht_2013 zum Download zur Verfügung.


Besuchszahlen wiederum erhöht
Die Gesamtbesuchszahl des Joanneums konnte 2013 auf 548.565 gesteigert werden: der drittbeste Wert seit der Ausgliederung im Jahr 2003. Einen beachtlichen Start legte dabei das Naturkundemuseum hin: Knapp 55.000 Besucherinnen und Besucher erkundeten bereits in den ersten neuneinhalb Monaten das neue Museum. Die Besuchszahlen im Kunsthaus Graz (63.232) sind im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 23% angestiegen, im Volkskundemuseum (13.048) haben sie sich mehr als verdoppelt.

Rekordergebnis bei Sponsoring und Spenden
Das Jahr 2013 war seit der Gründung des Museums das bisher erfolgreichste im Bereich Sponsoring und Spenden: Es konnten mehr als 450.000 Euro akquiriert werden, Sachspenden sind darin nicht enthalten.

Bauliche Highlights
Im Laufe der letzten 20 Jahre sind die Sammlungen und Standorte des Joanneums grundlegend erneuert wurden. Die Eröffnung des Naturkundemuseums im März 2013 bildete den markanten Abschluss der Sanierungs- und Neuaufstellungswelle des Universalmuseums Joanneum. Nach einer dreimonatigen Umbauphase öffnete auch das Landeszeughaus Ende März mit einer - bereits mehrfach prämierten - neuen Eingangshalle seine Tore. Zusätzlich konnte die seit Jahrzehnten geforderte Liftanlage eingebaut werden. Damit ist nun endlich auch die weltweit größte historische Waffenkammer barrierefrei zugänglich.

Sammlungszuwächse
Besonders erfreulich waren im Jahr 2013 die Sammlungszuwächse, die durch Ankäufe, Schenkungen und die Unterstützung von Freundesvereinen realisiert werden konnten. Durch die Finanzierung des Landes Steiermark konnte etwa ein umfassender Werkblock des Medienkünstlers Richard Kriesche für die Sammlung der Neuen Galerie Graz angekauft werden. Überaus großzügig erwiesen sich zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, u. a. Maria Lassnig (†), Otto Zitko oder Heimo Zobernig, die der Neuen Galerie Graz einige ihrer Arbeiten als Schenkung überließen. Doch nicht nur die Neue Galerie konnte ihre Bestände erweitern, auch das Naturkundemuseum erhielt einen 40 kg schweren Rauchquarzmineral aus der Glocknerwand als Geschenk des Österreichischen Alpenvereins für die Mineralogische Sammlung.

Besucher/innenservice: Siebenjährige Umstrukturierungsphase abgeschlossen
2006 wurde die Abteilung Besucher/innenservice im Organigramm des Joanneums erstmals berücksichtigt, 2007 folgte die Übernahme des Aufsichts- und Führungsdienstes in eine Angestelltenverhältnis, wodurch wir im Bereich der Vermittlung eine Vorreiterrolle in Österreichs Museumslandschaft eingenommen haben. Durch die Trennung des Aufsichts- und Führungsteams in zwei klare Berufsbilder mit ebenso klaren Aufgaben fand die strukturelle Rundumerneuerung der Abteilung ihren vorläufigen Abschluss. Damit reagierte man einerseits auf das veränderte Besucher/innenverhalten und kann dem Publikum noch mehr Service und Flexibilität im Vermittlungsangebot bieten. Die Vorreiterrolle in diesem Sektor wurde weiter ausgebaut."

Statements

Intendant Peter Pakesch und Direktor Wolfgang Muchitsch: „Mit dem Abschluss des Sanierungs- und Neuaufstellungsprozesses sowie mit den strukturellen Veränderungen im Besucher/innenservice ist das Joanneum endgültig in eine neue Museumsära eingetreten und hat ideale Rahmenbedingungen für die zukünftigen Herausforderungen geschaffen: die Sammlungen und Schätze der Steiermark auch für kommende Publikums-Generationen ansprechend aufzubereiten und zugänglich zu machen.

Kulturlandesrat Christian Buchmann: „2013 war ein Jahr mit zahlreichen Highlights für das Universalmuseum Joanneum mit seinen vielen Häusern und Abteilungen. Die Eröffnung der neu gestalteten Kanonenhalle, durch die erstmals ein barrierefreier Zugang zum Landeszeughaus gewährleistet ist oder die Eröffnung des neu gestalteten Naturkundemuseums im Joanneumsviertel sind nur zwei Beispiele, die zeigen, dass es dem UMJ auch im 202. Jahr seines Bestehens gelungen ist, die Sammlung mit ihren unglaublichen Schätzen dem Publikum interessant aufzubereiten und zugänglich zu machen!"