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Himmel über Sarajevo

v.l.: Kulturlandesrat Dr. Christian Buchmann, Florinda Ke Sophie, Slađana Matić Trstenjak, Mario Berdic. © cp-pictures (Günther Schluchautz)
v.l.: Kulturlandesrat Dr. Christian Buchmann, Florinda Ke Sophie, Slađana Matić Trstenjak, Mario Berdic.
© cp-pictures (Günther Schluchautz)

Graz, 4. Februar 2014 - Anlässlich des von Kulturlandesrat Dr. Christian Buchmann ausgegebenen Kulturschwerpunktes zum Gedenkjahr 2014 hat die Galerie Blaues Atelier in Graz eine Ausstellung der jungen bosnischen Künstlerin Sladana Matic Trstenjak in ihr Jahresprogramm aufgenommen. Die Malerin entwickelte speziell für die thematische Personal-Ausstellung „Himmel über Sarajevo" herausragende Bilder, die auch figurale Kompositionen einschließen.


„Ausstellungen wie diese, sind Ausdruck der grenzüberschreitenden, multikulturellen Vernetzung und ein spannender Beitrag, jene Ereignisse, die so maßgeblich die Weltgeschichte geprägt haben, auf künstlerischer Ebene aufzuarbeiten. Ich gratuliere der Blauen Galerie und der Künstlerin und hoffe, dass die Auseinandersetzung mit konkreten gesellschaftsrelevanten Themen den Diskurs anstößt", so Kulturlandesrat Buchmann.

http://www.galerie-blaues-atelier.at

 

Ausstellung "Himmel über Sarajevo"

Im Mittelpunkt der Ausstellung der jungen bosnischen Malerin Slađana Matić Trstenjak steht das Gemälde des Sarajevo-Attentats von 1914. Die Künstlerin setzte sich, neue und ungewöhnliche Arbeitstechniken verwendend, thematisch vor allem mit den auslösenden Faktoren des Kriegsbeginn in expressivem Malstil auseinander. Die Werke sind als Landschaftsmalerei chiffriert und bergen eine stimmige und düstere Atmosphäre, die sich als stetige Wolke über dem Ort des Attentats, der Gavrilo-Prinzip-Brücke zeigt, wie auch in den Landschaften in Bosnien und Herzegowina. Sie gelten ebenso als Verweis auf die Nachwirkungen späterer Kriegshandlungen im Jugoslawienkonflikt, welche das Land und die Menschen bis zum heutigen Tage stark verändert haben. Die Künstlerin fasste es in folgenden Worten zusammen: "1914 wurde der Krieg durch ein Attentat einer patriotischen Gruppierung ausgelöst, aber im späteren Jugoslawienkrieg hat man uns Kindern beigebracht, andere Bevölkerungsgruppen zu hassen und gegen Nachbarn zu kämpfen. Niemand sagte uns warum der Krieg stattfand und dennoch waren alle Feinde."

Die Ausstellung wurde am Nachmittag vor der Eröffnung vom Abteilungsleiter der Kulturabteilung der Stadt Graz Dr. Peter Grabensberger besucht und Kulturlandesrat Dr. Christian Buchmann führte am Abend inhaltlich in die Thematik ein. Eine Vernetzung zum osteuropäischen Raum und eine Aufarbeitung der Geschehnisse, die das ehemalige Jugoslawien mit Österreich stark verbindet stehe für ihn im Vordergrund. Die Werkeinführung wurde von dem Mariboer Kunstkritiker Mario Berdic vorgenommen. Unter den Gästen der gut besuchten Ausstellung befanden sich der Kulturrreferent des Steiermarkhofs Ing. Hans Baumgartner und der Direktionsrat und Präsident des Steiermärkischen Kunstvereins Werkbund Curt Schnecker.

Die Ausstellung in der Galerie Blaues Atelier ist noch bis zum 27.02.14 zu sehen