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Der Skulpturenpark wächst

(v.l.n.r.): Wolfgang Muchitsch, Peter Pakesch, Elisabeth Fiedler, Mario Terzic, Bettina Vollath und Peter Weibel© Stefan Kristoferitsch

im wahrsten Sinn des Wortes. Im Rahmen eines Spätsommerfestes präsentierte Kulturlandesrätin Bettina Vollath die neueste Errungenschaft: "Arche Noah" von Mario Terciz ist eine lebende Skulptur, rasch wachsende Eschen werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten das vorerst noch kahle Gerippe eines Bootes begrünen, bis schließlich das Spantengerüst überflüssig wird und ein Schiff aus lebenden Bäumen Kurs in eine neue Welt nehmen kann.

"Es ist ein Symbol für den Park und sein ständiges Wachstum" betonte Kulturlandesrätin Bettina Vollath in ihrer Ansprache, wobei sie darauf hinwies, dass Skulpturenpark wie dies gesamte Erholungslandschaft in der Nachbarschaft des Flughafens aus einer so genannten Industriebrache entstanden sind. "Die ehemals ausgebeutete Landschaft wird sanft rekultiviert und dient nun den Menschen als Zentrum für Entspannung und Erholung, wobei Kunst und Kultur einen wesentlichen Beitrag liefern. Ähnliches geschieht heuer im Ruhrgebiet, wo die Zeche Zollverein und andere stillgelegte Bergbau- und Industrieanlagen den Rahmen für "Ruhr 2010", für das Kulturhauptstadtprogramm bilden. In diesem Sinn ist der Skulpturenpark ein europäisches Vorzeigemodell, auf das die Steiermark stolz sein darf", sagte Bettina Vollath.

 

Zeichnung von der bewachsenen Arche (Mario Terzic, Arche aus lebenden Bäumen, 1998/2010-11)© Stefan Kristoferitsch

Dazu kommt, dass hier ein wichtiges Ziel sozialdemokratischer Kulturpolitik beispielhaft umgesetzt wird: Ein Kulturbegriff, der aus sich hinausgeht und den Menschen nähergebracht werden muss. Man darf es als Grundauftrag der Kulturvermittlung verstehen, sich mit Menschen auseinanderzusetzten, die sich nicht tagtäglich als Teil eines Zirkels sehen, der für sich selbst produziert.

Mario Terciz, 1945 in Feldkirch geboren, lehrt an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Mit der Steiermark ist er seit 1970 durch verschiedene Projekte und Ausstellungen verbunden, darunter Arbeiten für "Europa in Graz", den europäischen Kulturmonat 1993. Er wird zu den 50 weltweit führenden Künstlern gezählt, die das Arbeiten in und mit der Natur zu ihrem Prinzip gemacht haben.

Der Skulpturenpark ist ein weiterer wichtiger Baustein in der Kulturvielfalt unserer wundervollen Steiermark.

 

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