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Kunst des Alltags

Fabian Knöbl, Deutschland | Bildende Kunst (Installation und Zeichnung) (St.Ai.R 2019)

Portrait Fabian Knöbl © Fabian Knöbl
Portrait Fabian Knöbl
© Fabian Knöbl
Müdes Layout © Fabian Knöbl
Müdes Layout
© Fabian Knöbl
Verspieltes Layout © Fabian Knöbl
Verspieltes Layout
© Fabian Knöbl

(Künstlerische Betreuung: Schaumbad - Freies Atelierhaus Graz)

Florian Knöbl geht mit offenen Augen durch das Leben und ist ständig auf der Suche nach ungewöhnlichen Gegenständen, denen er in seinen Werken eine neue Bedeutung verschafft.

Nicht Pinsel und Farbe, sondern Zeitungen und Türstopper sind die Materialien, die in Fabian Knöbls Kunst Anwendung finden. Solche Objekte aus dem Alltag üben einen besonderen Reiz auf den Künstler aus: „Ich befreie den Gegenstand aus seiner ursprünglichen Bezeichnung, das Material von seiner Bestimmung", erklärt er. „Skulptür" heißt seine Ateliertür, die von zahlreichen Türstoppern aller Art offengehalten wird, und „Good News/Müdes Layout" hat er seine Arbeiten betitelt, bei denen er aus Zeitungen Text und Bilder ausschneidet, sodass nur ein leeres Raster ohne Inhalt zurückbleibt; Papierfragmente, die Fabian Knöbl an den Nagel hängt und die dadurch zufällig auseinanderfallen.

Fabian Knöbl hält bei Spaziergängen durch seine Umgebung stets die Augen nach Fundstücken offen, die durch Farbe und Beschaffenheit sein Interesse wecken und später als Teil seiner Skulpturen und Installationen in einen neuen Zusammenhang gebracht werden. „Es geht mir um Beziehungen: Beziehungen von Materialien zueinander, Verhältnisse von Objekten untereinander."

Während seines Aufenthalts in Graz wird sich Fabian Knöbl auf die Suche nach für die Stadt charakteristischen Gegenständen machen, sodass ein „Materialporträt eines bestimmten Ortes und einer bestimmten Zeit" entstehen kann. Um die GrazerInnen in seine Gedankenwelt einzuführen, möchte er einen Workshop unter dem Motto „Analog Sonntag/Der Computer bleibt aus" anbieten. Die TeilnehmerInnen werden die Möglichkeit haben, ihre gewohnte Sicht der Dinge hinter sich zu lassen und gemeinsam mit dem Künstler nach neuen Anwendungsbereichen für Alltagsgegenstände zu suchen - ganz ohne digitale Hilfsmittel.

Seine Workshops nennt Fabian Knöbl „Ideenfabrik", wobei die Ideenfindung eine Phase seines Arbeitsprozesses ist, die der Künstler besonders genießt: „Ich schwärme für den Moment, wo du lange nachgedacht hast, und es dir einfällt, für den Moment, wo du noch nicht angefangen hast und dich auf Ideen freust und auf den Moment, wo es fertig ist und du es gut findest."

Fabian Knöbl
Geboren 1981 in Kirchheimbolanden, studierte an der Hochschule Mainz von 2001 bis 2009 Fachbereich Design sowie 2014/15 Public Art an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücke. Teilhaber des Büros für Gestaltung „und neffe", zahlreiche Ausstellungen in Deutschland, Tschechien und England. Dazu kommen Workshops, Lectures, Publikationen und Residenz-Aufenthalte in Österreich, Schweiz und Niederlande.

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