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Was ist verrückt?

Emma Berentsen, Großbritannien | Performance (St.A.i.R 2019)

Emma Berentsen u. Hanna Rohn © Julia Rohn
Emma Berentsen u. Hanna Rohn© Julia Rohn

(Künstlerische Betreuung: Hanna Rohn)

Emma Berentsen setzt sich als Künstlerin mit gesellschaftspolitischen Anliegen auseinander, die oft einen autobiografischen Bezug haben. Als Ausdrucksform wählt sie dafür unterschiedliche „Materialien" wie Theater, Performances, Text und Installation. Sie bewegt sich dabei an der Schnittstelle von Realität und Fiktion sowie den Grenzen des Mediums Theater. Eine intensive Beziehung und Interaktion zwischen ihrer Kunst, den durchführenden Künstlern und dem Publikum wird dabei hergestellt.

Emma Berentsens Performances sind oftmals als „Gespräche" erarbeitet und präsentiert behandeln Themen, über die man üblicherweise nicht spricht. Diese sind beispielsweise geistige Gesundheit, Tod, Sterblichkeit aber auch sexuelle Gewalt. Durch die Involvierung des Publikums zeigt die Künstlerin auf, wo Tabus zu Konflikten führen und wo man sie aber vielleicht auch auflösen kann.

In Graz hat Emma Berentsen gemeinsam mit Hanna Rohn die Performance „Verrückte" erarbeitet, die ein Mittelding zwischen Performance, Hörspiel und Erste-Hilfe-Kurs für geistig benachteiligte Menschen ist. Die Performance stellt Stigmata und romantisierende Vorstellungen von geistigem Leid und Wohlfühlen aber auch dem verrückten Künstler in Frage.

Was bedeutet verrückt, wo ist die Grenze zwischen Kreativität und Verrücktheit, wie viel geistiges Leid braucht Kunst - oder braucht sie es überhaupt?

Emma Berentsen
Geboren 1987 in den Niederlanden, lebt und arbeitet in London.

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