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Call 2015 - Spuren der Freundschaft

"going out" © DailyRythmsCollective
"going out"
© DailyRythmsCollective
Fünf Künstlerinnen und Künstler (Kollektive) wurden im Rahmen des Calls 2015 zur Förderung produktiver, länderübergreifender Verbindungen und nachhaltiger künstlerischer Beziehungen ausgewählt, eine grenzüberschreitende künstlerische Recherche für ein breites Publikum zugänglich zu machen.

Überlegungen zum Gemeinsamen und dem nachfolgenden Trennenden werden angestellt, die sich mit dem Gebiet der Oberen Adria bzw. der Region als Desiderat für Urlaubende über Generationen hinweg auseinander setzen.

Ein sich alljährlich wiederholender kultureller wie menschlicher Bruch wird thematisiert, aber auch die unterschiedlichen Positionen von Gast und Gastgeber reflektiert und mit künstlerischen Mitteln bearbeitet. Daraus entstehende künstlerische Projekte knüpfen an das erfolgreiche transnationale steirische Kunstprojekt „trigon" an, indem Spuren der Freundschaft Dialog und Austausch fördert und mit Blick auf die Zukunft einen substantiellen Beitrag zur Bearbeitung gemeinsamer Geschichte und gemeinsamen Erlebens leisten soll.

Tramontana - Ein Filmprojekt von Next - Verein für zeitgenössische Kunst

Filmprojekt, das sich mit dem „jenseits der Berge" beschäftigt, also mit der Verbindung zwischen Mitteleuropa und der adriatischen Küste.

Das eingereichte Projekt bezieht sich auf historische Zusammenhänge, die auf politischen und ökonomischen Aspekten beruhen und hinterfragt die unterschiedlichen Qualitäten von Freundschaft.

Die Zeit der Gastarbeiter, Tourismus an der oberen Adriaküste und das Bewusstsein für kulturelle Identität sind Anknüpfungspunkte für KünstlerInnen aus Österreich, Serbien, Kroatien, Italien die Region der nördlichen Adria zu untersuchen und filmisch darzustellen. Der Film „Tramontana" wird in Graz, Triest, Zagreb, Podgorica und Belgrad gezeigt.
Next - Verein für zeitgenössische Kunst

Externe Verknüpfung Einladung zur Filmpräsentation>>
Externe Verknüpfung Das Boot von Alessandra und Giovanni als mp3 >>

FKuK RIVIERA – Urlaub von der Konvention Igor Friedrich Petkovic

FKuK RIVIERA  © itsch
FKuK RIVIERA
© itsch
Künstlerische Auseinandersetzung und interdisziplinäre Recherche zur Geschichte und zeitgenössischen Ausformung der Freikörperkultur in Kunst, Gesellschaft und Tourismus mit Fokus auf die Region der ehemaligen Österreichischen Riviera zwischen Triest und Opatja.

Recherchen unter Einbeziehung von Wissenschaftlern, Archiven, etc; Symposium und künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen Akt, Nudismus, Körperkult und Freikörperkultur durch Fotografie, Film, Malerei, ... Die entstandenen Werke der ins Projekt einbezogenen Künstler und ein Film sollen in Pula und Graz gezeigt werden und im Ergebnis einen Beitrag zu Gesellschaft und Konvention leisten.

Externe Verknüpfung Plakat „FKuK RIVIERA - Urlaub von der Konvention" im Botanischen Garten EDEN Graz vom 16.-17.10.2015, jeweils von 18-24h >>

Urlaub von der Konvention

Eine interdisziplinäre Veranstaltungsreihe mit wissenschaftlichen Lectures, multimedialer Ausstellungen und einem Gesamtereignis im Botanischen Garten EDEN Graz zur Geschichte und zeitgenössischen Ausformung der Freikörperkultur, des Nudismus und des Naturismus in Kunst, Gesellschaft und Wissenschaft.

16.-17. Oktober, 18-24 Uhr im Botanischen Garten Eden, 8010 Graz, Schubertstraße 59

Externe Verknüpfung www.itsch.org

IL CARSO.LA BORA. Poetische Arbeiten. Chroniken von Mike Markart und Martin G. Wanko

Publikationen (Homepage, Reiseblog, Tonaufnahmen für Radio, Buch) über den Karst in I, SLO und dem Kärntner Grenzland soll entstehen. Ital. Autoren und ein „philosophischer Winzer" sind einbezogen. Thema sind die Auseinandersetzungen und Entzweiungen im 20. Jahrhundert, die als „Friedhof der Erinnerungen" Menschen und Landschaft eingeschrieben sind, sowie die friedliche Nutzung des Länder verbindenden Karst. In einer Karstreise, die bis Triest an die Adria führen soll, entstehen literarische Arbeiten, Interviews und Kontakte, die bestehende Verbindungen festigen und in die Zukunft führen sollen.

Externe Verknüpfung http://ilcarsolabora.blogspot.co.at/
Externe Verknüpfung Facebook/il-corso-la-bora

Geschichten vom Rand

Kate Howlett-Jones, Nayari Castillo-Rutz und Marina Sartori haben ein partizipatorisches Kunst-Reiseprojekt, bei dem Ferienorte im Golf von Triest in der Nebensaison besucht werden, konzipiert. Ein Wohnmobil dient dabei als Atelier, das auch zur Pop-Up-Osmizza (Buschenschank) verwandelt werden kann. Der Dialog mit den Einheimischen ist für die Künstlerinnen Basis für die Produktion. Die Küste wird von den Projektantinnen als Ort des ständigen Umbruchs, am Rande, gesehen und wird durch die Interaktion mit der Bevölkerung neu ins Bewusstsein gebracht. Im Zentrum jedenfalls steht die Hyperrealität der Region, „eine durch den Tourismus erzeugte, artifizielle, übersteigerte Identität". Diese soll in einer Zeit der Leere (April) untersucht und kritisch besprochen werden. Die Thematik von Identität und Ort „verbindet die Region, verknüpft Geschichte, Gegenwart und Zukunft, hinterlässt Spuren der Freundschaft". An den einzelnen Stationen des Ateliers/Osmizza entstehen Artefakte, Videos, Tondokumente, Fotos, Texte, die als Andenken von den Künstlerinnen mit nach Hause gebracht werden.
Die künstlerischen Ergebnisse werden in Ausstellungen in Graz und Triest gezeigt.


Externe Verknüpfung www.storiesfromtheedge.org

Kunst im touristischen Erlebnisraum

Ruin of Hotel Palace, Haludovo Resort at Malinska/Krk, Croatia, Architect Boris Magas 1972 © Daniele Ansidei 2011
Ruin of Hotel Palace, Haludovo Resort at Malinska/Krk, Croatia, Architect Boris Magas 1972
© Daniele Ansidei 2011
Die monumentale Hotelarchitektur Jugoslawiens, die die Beliebtheit des Adriatourismus in den 60er und 70er Jahren spiegelt, ist Thema eines von Michael Zinganel kuratierten Projekts. Eine Ausstellung im Grazer Haus der Architektur, im Museum moderner Kunst in Rijeka , zeigt Arbeiten von Architekten der Hotels, die heute vielfach Ruinen sind. Als Randbemerkung ist es interessant zu wissen, dass genau diese Architekten als damalige Avantgarde an den trigon-Ausstellungen der 60er und 70er beteiligt waren.
Vorträge, Diskussionen, ein Symposium und Exkursionen begleiten Zinganels ambitioniertes Projekt, Vermittlungsangebote, die z.B. in einer Hotelruine auf Krk, im Forum Stadtpark oder in der Grazer Galerie Blazek einen authentischen Eindruck des Hotellifestyles erlebbar machen. Architektur, Kunst und Design der Hotels, sind als Auszug der kroatischen Moderne neben tourismuskritischen Positionen kroatischer Künstlerinnen und Künstler im Fokus.
Motel Trogir/ Urlaub nach dem Fall © Cata Dujsin Gallerie
Motel Trogir/ Urlaub nach dem Fall
© Cata Dujsin Gallerie

Trogir Stadtmuseum, Cata Dujsin Gallerie,
Eröffnung 10. Juni 2015

Die Ausstellung im Stadtmuseum Trogir und die Intervention vor dem Motel stellen eine Verbindung her zwischen der bestehende Bürgerinitative zum Schutz und zur Erhaltung eines der bedeutendsten Bauwerke des renommierten kroatischen Architekten Ivan Vitic, dem Motel Sljeme in Trogir (1965) und weiter reichenden Forschungen über Modernistische Ferienarchitekturen an der Kroatischen Adriaküste. Indem die Ausstellung die physischen und ökonomischen Veränderungen der sorgfältig geplanten Anlagen während des politisches Paradigmawechsels (von sozialistischer Selbstverwaltung zu Marktkapitalismus) nachzeichnen, ermöglichen Michael Zinganel, Maroje Mrduljaš und Norbert Mappes Niediek ein vielschichtiges Verständnis für die jüngste Geschichte Kroatiens, und erklären so auch den Kontext, in dem das Schicksal des Motel Trogir eingebettet ist, einst ein wichtiges ökonomisches und kulturelles Angebot für Touristen und Einheimische, während die Intervention auch Reflexionen über die Zukunft dieser faszinierenden melancholischen Ruine der Moderne anbietet.


Kurator: Michael Zinganel

Die Ausschreibung endete am 1. Dezember 2014.

KünstlerInnen, Kulturschaffende und KunstheoretikerInnen waren eingeladen, sich am 2. Call für grenzüberschreitende Kunst- und Kulturprojekte im Jahr 2015 zu beteiligen.
"Spuren der Freundschaft" soll Verbindungen, Erlebtem und Gemeinsamkeiten im oberen Adriaraum nachspüren und künstlerischen Ausdruck verleihen.

 

Kontakt:
Abteilung 9 Kultur, Europa, Außenbeziehungen
Frau Mag.a Christiane Kada 
+43.0316.877.5832
christiane.kada@stmk.gv.at

 


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