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Iris Fink -Vom "Igel" zum "Kleinkunstvogel"

1945 – Der Beginn

Die Tellerwäscher 
Die Tellerwäscher
 

"Der Igel – Das kleine Zeittheater" eröffnete im November 1945 mit dem Programm "Wiener Kleinkunst" unter Direktor Franz Paul, der sich bereits als Autor und Kleinkunst-Theater-Direktor in den dreißiger Jahren in Wien einen Namen gemacht hatte. Bis 1948 wurde im Café Rheingold im Roseggerhaus in der Annenstraße täglich gespielt. Im Ensemble finden sich Namen wie: Henriette Ahlsen, Gretl Elb, Maria Kestranek, Grita Kral, Otto Hofmann-Wellenhof, Theo Herbst, Ewald Autengruber, Harald Kopp, Fritz Muliar, Hanns Obonja und Sepp Trummer.
Anders strukturiert und organisiert war "Das Studentenbrettl des Grazer Hochschulstudios", das, wie der Name vermuten lässt, ein Studenten-Kabarett war. Zwischen 1946 und 1950 schrieben, komponierten und spielten u.a. die Gründer des „Studentenbrettls“ Ulrich Baumgartner (späterer Festwochen-Intendant in Wien) und Walter Koschatzky (späterer Leiter der Albertina in Wien) sowie Hellmuth Himmel (späterer Ordinarius für Germanistik an der Uni Graz), Emil Breisach und Heinz Gerstinger. Verstärkt wurde dieses Ensemble durch Grita Kral, Gertrude Kellner, Harald Kopp und Margit Jautz. Sie spielten vor allem im Mensasaal des Studentenhauses in der Leechgasse, gastierten aber auch mit großem Erfolg in Wien.

 

Vom Studenten-Kabarett zum Erfolg: "Der Würfel"

Ende der fünfziger Jahre formierte sich wiederum ein Studenten-Kabarett in Graz namens "Der Würfel". Gründungsmitglieder waren Kuno Knöbl, Dieter Gogg und Udo Simonitsch, die größtenteils die Texte verfassten, sowie Kurt Gogg, Hellmuth Knoll und Gerhard Steffen. Später kamen Monika Orthofer und Is Franke als Darstellerinnen sowie Peter Orthofer als Autor und Conférencier dazu. "Der Würfel" spielte seine Programme anfangs im Gothensaal in der Leonhardstraße, später im neu eröffneten "Forum Stadtpark".
1961 gaben die "Würfler" erfolgreich ein Gastspiel in Gerhard Bronners "Neuem Theater am Kärntnertor" in Wien, wurden daraufhin engagiert und "Der Würfel" löste sich einstweilen auf. 1963 lösten sich Kuno Knöbl und Peter Lodynski von Bronner und gründeten den "Würfel" neu. Sie spielten verstärkt u.a. durch Mirjam Dreifuß, Dieter Gogg und Günter Tolar äußerst erfolgreich im Keller des Café Savoy in der Wiener Himmelpfortgasse. 1969 gab "Der Würfel" seine letzte Vorstellung und die "Würfler" sind ab nun größtenteils im ORF zu finden.

 

Zurück in die Steiermark: Kabarett in den 60er Jahren

"Der Würfel" war nach Wien gerollt und Emil Breisach gründete im "Forum Stadtpark" den "Forum Zoo". 1961 spielten dort u.a. Is Franke, Ute Radkohl, Horst Slippek und Ingo Wampera zwei Programme. Die Texte lieferten v.a. Emil Breisach und Hellmuth Himmel unter dem Pseudonym Erik Rumbach, die Musik kam von Friedl Althaller.
1963 formierte sich wieder ein Studenten-Kabarett. "Der Hammer" nannten Günther Horvatek, Heinz Rüpschl und Gerald Schöpfer ihr Kabarett. Das Ensemble wurde durch wechselnde DarstellerInnen erweitert. Die Gründer agierten vor, auf und hinter der Bühne, unterstützt vom "Forum Stadtpark", wo sie auch ihre Vorstellungen spielten, und von Dieter Gogg, der ihnen mit Rat und Tat und Klavier zur Seite stand. Vier zeitkritische Programme entstanden bis 1965.

Im selben Jahr, 1963, wurden auch "Die Tellerwäscher" aktiv. Sie sind untrennbar mit dem Namen Harald Kopp, ihrem Gründer, verbunden. Als Darsteller fungierten im Laufe der Zeit (Auflösung der "Tellerwäscher" erfolgte 1991) u.a. Ingo Wampera, Horst Slippek, Gudrun Gröbelbauer, Horst Goldemund, Lizzy Cordas oder Wolfram Berger. Die Texte stammten u.a. von Emil Breisach, Gerda Klimek, Walter Zitzenbacher, Dieter Gogg, Manfred Koch und Bernd Schmidt. Die Musik kam u.a. von Dieter Gogg, Friedl Althaller und Viktor Fortin.

 

Rundfunkkabarett aus dem Studio Steiermark

Seit Beginn der fünfziger Jahre gab es auch Rundfunkkabarett. Diese "Funkbrettln" wurden vom damaligen Leiter der Abteilung Unterhaltung und Kabarett im Landesstudio Graz, Emil Breisach, initiiert. Da gab es u.a. den "Treffpunkt Orpheum", der in den Jahren 1952 und 1953 samstags im "Orpheum" vor Publikum aufgezeichnet und Sonntagvormittag ausgestrahlt wurde. Mitwirkende waren u.a.: Emil Breisach, Gerda Klimek, Grita Kral, Peter Hey, Hanns Obonja, Josef Kepplinger und Sepp Trummer. Friedl Althaller begleitete die Veranstaltungen mit seiner Kapelle. Und es gab auch immer wieder Gäste, wie z.B. Maxi Böhm, Peter Wehle, Pirron und Knapp oder Peter Alexander.
Ende der fünfziger Jahre präsentierten Dieter Gogg und Sepp Trummer samstäglich den "Häferlgucker" und Mitte der sechziger Jahre gab es eine Funkbrettlserie "I hab' was läuten ghört". Später konnte man eine "Brettljaus'n" unter Federführung von Dieter Gogg genießen.

 

"Kabarett-Institutionen"

"Die Gal(l)eristen – Kabarett in der Galerie Moser"
1977 formierten sich in Schielleiten bei Herberstein die "Kabarocker". Sie sind als Vorläufer der "Gal(l)eristen" zu sehen. Nach einem erfolgreichen Programm übersiedelte die Truppe um Ewald Autengruber, Gerda Klimek und Sepp Trummer in die "Galerie Moser" und fortan nannte sich das Ensemble "Die Gal(l)eristen". Mitte der achtziger Jahre trennten sich Klimek und Trummer vom Ensemble, das ab nun unter dem Namen "Kabarett in der Galerie Moser" weiterspielte. Zum Ensemble gehörten im Lauf der Zeit u.a.: Brigitte Slezak, Uschi Plautz, Franz Friedrich, Ernst Prassel, Peter Uray, Dieter Gogg und Bernd Schmidt.

 

"Die Grazbürsten"


1984 formierten sich u.a. Gudrun Gröbelbauer, Horst Goldemund, Gerd Linke, Dietmar Wachter und Gerhard Wanker als "Grazbürsten" und spielten ihr erstes Programm im "Theater im Keller". 20 Jahre später bestehen die "Grazbürsten" aus: Ursula Bruck, Horst Goldemund, Franz Gollner, Petra Huber, Janos Mischuretz und Gerhard Wanker.
 

Die steirische Kabarett-Szene wird erweitert

1981 traten Herbie Trummler, Hubert Paar, Fritz Schicho, Winfried "Gloggi" Vollmann und Werner Haber erstmals unter dem Namen "Cabaret Gimpel" in der "Thalia" auf. 1983 trat die Formation im Grazer Theatercafé auf und begründete dort die spätere "Kleinkunstkunstbühne Hin & Wider". 1985 trennten sich Haber und Paar von den "Gimpeln", 1992 kam es nochmals zu einer Trennung. Das Duo "Gloggi & Schicho" spielt mittlerweile als "Die Gimpel".
Hubert Paar und Werner Haber finden wir ab 1985, respektive 1992 in der Formation AHA, die aus Alfred Haidacher - Hubert Paar – Arthur Fandl (ihn löste 1992 Werner Haber ab) besteht.
Die Protagonisten des "Feinkunstcabaret WAWA" waren u.a. Rudi Widerhofer, Leo Lukas und Andreas Platzer. Im Mai 1980 spielten sie ihr erstes Programm "Cabaret WAWA" im "Theater im Keller". Ihm folgten bis zur Auflösung des Ensembles 1984 drei weitere.
Das nicht ständige Kleinkunst-Ensemble "Die Blauen Engel" wurde 1987 u.a. von Leo Lukas, Simon Pichler, Irene S. und Berndt Luef ins Leben gerufen. Sie spielen vorwiegend in der Vorweihnachtszeit.

 

SolistInnen


Mitte der achtziger Jahre finden sich auch die ersten Solisten in Graz: Leo Lukas, Simon Pichler, Jörg-Martin Willnauer. Später kamen Irene S., Mike Supancic, Martin Puntigam, Christian Hölbling und Alf Poier dazu. Die steirischen Newcomer sind Stefan Haider, Alexander Kropsch, Martin Kosch und Thomas Stipsits. Aber die Verbindung mit Wien riss nicht ab. So leben Leo Lukas, Martin Puntigam oder Alf Poier mittlerweile in Wien; Martin Kosch und Thomas Stipsits spielen zusammen mit Pepi Hopf und Klaus Eckel in der Formation "Lange Nacht des Kabaretts".

 

Förderung des jungen Kabaretts

nada 
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lange nacht 
lange nacht
 

Der Verein zur Förderung der Kleinkunst, der auch die "Kleinkunstbühne Hin & Wider" bespielt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, kabarettistischen Nachwuchs zu fördern. Dies geschieht einerseits durch die jährliche Vergabe des "Grazer Kleinkunstvogels" (seit 1987), andererseits durch die Spielplangestaltung, in der der österreichische Nachwuchs eine besondere Rolle spielt. Förderung anderer Art gibt es z.B. in der Obersteiermark, wo sich eine Gruppe namens "OSKA – die Ober Steirische Kabarett Akademie" vor wenigen Jahren unter der Leitung von Simon Pichler formiert hat, deren Intention auch die Nachwuchsförderung ist.
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Weitere Informationen zur steirischen und österreichischen Kabarettszene bekommen Sie beim
Österreichischen Kabarettarchiv
A-8345 Straden 4
Tel & Fax: 0043 / 3473 / 20 008
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