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Hans Gross Kriminalmuseum

Adresse: Adresse
Universitätsplatz 3/ KG
8010 Graz

Kontakt:
Telefon +43 316 380 6514
Fax +43 316 380 9447
Öffnungszeiten: Zeiten Mo 10 - 15 h und Mi 10 - 13 h außer Feiertags
Fixführungen Mo 11h und 14h und jederzeit nach Vereinbarung
Leiter: Leiter Priv.-Doz. MMag. DDr. Christian Bachhiesl
Themengebiete: Themen Geschichte, Kulturkundliche Sammlung
Angebot:
kind Kindergerechtes Museum
extcafe Cafe/Restaurant in der Umgebung
Zugang:
behindert Behindertengerechtes Museum - Ja
kinderwagen geeignet für Kinderwägen


 

Beschreibung:

Der Grazer Hans Gross wurde 1847 in Graz geboren, studierte Rechtswissenschaften und widmete sich früh der juridischen Praxis. Als Untersuchungsrichter und Staatsanwalt war er mit den herrschenden Methoden der Verbrechensaufklärung unzufrieden, da diese sich zu sehr auf die Zeugenaussagen stützten. Er forcierte daher die materielle Beweissicherung und Spurensuche am Tatort. Ausbildung und Verbesserung der Vorgehensweise der Tatortfachleute standen im Zentrum seiner Anstrengung. So entwickelte er eine Reihe von Methoden der Spurensicherung und Auswertung, die weltweit für die Entwicklung der Kriminologie als Wissenschaft richtungsweisend wurden. Gipsabgüsse von Fußabdrücken, genaueste Tatortskizzen, chemische und forensische Untersuchungen, die Entschlüsselung von Gaunerzinken (Geheimzeichen von Kriminellen) gehörten zu Gross' angewandten Methoden. Darüberhinaus versuchte er aber auch Gedankenstrukturen und Abläufe von Verbrechen nachzuvollziehen. Die Ergebnisse dieser praktischen Tätigkeiten publizierte Hans Gross in zahlreichen Büchern.

Zu den großen Leistungen gehörte die Entwicklung seines "Tatortkoffers", der es dem Untersuchenden vor Ort ermöglichte selbständig Untersuchungen durchzuführen ohne von anderen Hilfmitteln abhängig zu sein. Schreibmaterial, Lupe, Messgeräte, Schrittzähler, Pinzetten, Kompaß, Kreuz und Kerzen - um jemanden rasch zu vereidigen -, Wechselstrümpfe, eine Kleinausgabe des Strafgesetzbuches oder eine Dose Zuckerl - um scheue Kinder zur Kooperation zu ermutigen - gehörten unter anderem zur Ausrüstung.

1896 bereits begann Hans Gross mit einer Lehrsammlung für die praktische Ausbildung von Untersuchungsrichtern. Ein Erlass der Habsburger Monarchie wies die Österreichischen Gerichte an relevantes Material an dieses "Museum" zu übersenden. So entstand eine umfassende Sammlung von Corpora delicti: Tatwaffen, Schädeldecken und andere Körperteile von Opfern, Gipsabdrücke, Tatortreliefs und -skizzen, Einbruchswerkzeuge, Falschspielermaterial und vieles mehr.

Nach der Auflösung des Institutes für Kriminologie 1977 wurde dieses in das Institut für Strafrecht eingegliedert. Nach einem Dornröschenschlaf wurde auf Initiative von UP Dr. Gernot Kocher die Lehrsammlung wieder aktiviert und nach eingehenden Bearbeitungen im Februar 2003 als Hans Gross-Kriminalmuseum im Untergeschoß des Hauptgebäudes der Karl-Franzens-Universität Graz der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Hier sind nun die zahlreichen corpora delicti spannender Kriminalfälle und die Einblicke in vergangene Lebenswelten und Mentalitäten von Tätern und Opfern zu sehen. Hans Gross, der "Vater der modernen Kriminologie", war der Begründer dieser Lehrmittelsammlung für auszubildende Juristen, Polizei- und Gendarmeriebeamte. Seine Methoden der Verbrechensaufklärung wurden auf der ganzen Welt übernommen, selbst das FBI arbeitete nach seinen Verfahrensweisen. Bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein blieben die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Tätigkeit maßgebend.

Die Ausstellung gibt einen interessanten Einblick in die wissenschaftliche Welt der Verbrechensaufklärung, der durchaus mit Gänsehaut und Schauder verbunden ist.

 

Veranstaltungen:

Sonstiges: Kriminalität, Kriminologie und Altertum

vom 07.11.2014 - 07.11.2014
Interdisziplinäre Tagung mit 12 Vortragenden

 

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung:

Uni Graz Museum, Uni-Aula, Uni-Bibliothek, Archäologische Sammlung, Physik. Sammlung, Haus der Wissenschaft, Botanischer Garten
 
 
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