Museum der Stadt Kapfenberg
| Adresse: |
Mürzgasse 3
A-8605 Kapfenberg |
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Beschreibung:
Mit der Eröffnung des Kulturzentrums im November 1989 ging ein langgehegter Wunsch der Kapfenberger Gemeinde in Erfüllung. Neben einer Galerie und der Stadtbücherei konnte auch ein Stadtmuseum geschaffen werden. Zwei Schwerpunkte werden hier museal präsentiert: die Stadtgeschichte anhand ausgewählter Objekte und die Industrieentwicklung unter besonderer Berücksichtigung der Betriebsgeschichte der Firma Böhler.
Vorbei am Stadtpatron St.Oswald, der im Foyer des Kulturzentrums einladend postiert ist, begibt man sich in den ersten Ausstellungsraum, in dem die ersten Zeugnisse einer Besiedelung des Raumes Kapfenberg gezeigt werden. Münzen und andere Funde aus dem römischen Standlager sind ebenso zu sehen wie Relikte aus einem frühmittelalterlichen Gräberfeld.
Im Mittelalter bewohnten die Stubenberger die Burg «Chaffenberg», im 13. Jahrhundert erfolgte die Markterhebung. Herausragende Zeugnisse dieser Epoche sind eine Madonna mit Kind (13. Jahrhundert) und zwei Glasgemälde aus der St. Martins Kirche (frühes 15.Jahrhundert). Hier befindet sich auch die einzige Bilddarstellung der zwei Burgen auf dem Kapfenberg aus dem 16. Jahrhundert. Ein weiterer Raum zeigt das Leben der Kapfenberger unter der Familie Stubenberg. Der Richterstab aus 1696 ist Zeichen der ersten demokratischen Rechte Kapfenbergs, nämlich der freien Wahl von Richter und Rat, die 1526 zugestanden wurden. Die Freiung, ein Schwertarm, war Zeichen wirtschaftlicher und gerichtlicher Privilegien. Daneben geben Trachten, Handarbeiten und Mobliar Einblick in den Alltag der Kapfenberger
Der zweite Teil des Museums ist der eisenverarbeitenden Industrie gewidmet: 1409 wird der erste Hammer an der Laming erwähnt. In der Folgezeit entstanden weitere Hammerwerke, was durch einen Schwanzhammer dokumentiert wird. Mitte des 19. Jahrhunderts wird das erste Gußstahlwerk gegründet. Ab 1870 handeln die Gebrüder Böhler mit Kapfenberger Tiegelgußstahl und kaufen schließlich 1894 das Werk. Die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt hängt seit einem Jahrhundert eng mit der Betriebsgeschichte der Böhlerwerke zusammen. Zahlreiche Originalstücke aber auch Maschinenmodelle, Grafiken und Bilder erlauben gleichsam einen Blick in das Stahlwerk und seine Arbeitsbereiche.

Vorbei am Stadtpatron St.Oswald, der im Foyer des Kulturzentrums einladend postiert ist, begibt man sich in den ersten Ausstellungsraum, in dem die ersten Zeugnisse einer Besiedelung des Raumes Kapfenberg gezeigt werden. Münzen und andere Funde aus dem römischen Standlager sind ebenso zu sehen wie Relikte aus einem frühmittelalterlichen Gräberfeld.
Im Mittelalter bewohnten die Stubenberger die Burg «Chaffenberg», im 13. Jahrhundert erfolgte die Markterhebung. Herausragende Zeugnisse dieser Epoche sind eine Madonna mit Kind (13. Jahrhundert) und zwei Glasgemälde aus der St. Martins Kirche (frühes 15.Jahrhundert). Hier befindet sich auch die einzige Bilddarstellung der zwei Burgen auf dem Kapfenberg aus dem 16. Jahrhundert. Ein weiterer Raum zeigt das Leben der Kapfenberger unter der Familie Stubenberg. Der Richterstab aus 1696 ist Zeichen der ersten demokratischen Rechte Kapfenbergs, nämlich der freien Wahl von Richter und Rat, die 1526 zugestanden wurden. Die Freiung, ein Schwertarm, war Zeichen wirtschaftlicher und gerichtlicher Privilegien. Daneben geben Trachten, Handarbeiten und Mobliar Einblick in den Alltag der Kapfenberger
Der zweite Teil des Museums ist der eisenverarbeitenden Industrie gewidmet: 1409 wird der erste Hammer an der Laming erwähnt. In der Folgezeit entstanden weitere Hammerwerke, was durch einen Schwanzhammer dokumentiert wird. Mitte des 19. Jahrhunderts wird das erste Gußstahlwerk gegründet. Ab 1870 handeln die Gebrüder Böhler mit Kapfenberger Tiegelgußstahl und kaufen schließlich 1894 das Werk. Die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt hängt seit einem Jahrhundert eng mit der Betriebsgeschichte der Böhlerwerke zusammen. Zahlreiche Originalstücke aber auch Maschinenmodelle, Grafiken und Bilder erlauben gleichsam einen Blick in das Stahlwerk und seine Arbeitsbereiche.
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Stand: 16.6.2010, alle Angaben ohne Gewähr


