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Mariazeller Heimathaus

Adresse: Adresse
Wiener Straße 35
8630 Mariazell

Kontakt:
Telefon +43 3882 43126
Fax +43 3882 3245
Öffnungszeiten: Zeiten 1.5. - 30.6. u. 1.10. - 31.10.: Mi 14:30 Uhr, Fr. 10:00 Uhr
1.7. - 30.9.: Mo.,Di.,Do. u. Fr. 10:00 Uhr, Mi. 14.30 Uhr und nach tel. Vereinbarung
Abendführung: 1.7. - 30.9. Do. 19.30 Uhr, Führungen: So 10.30 Uhr
Leiter: Leiter  Andreas Schweighofer
Themengebiete: Themen Geschichte, Handwerk und Gewerbe, Industrie u. Technik, Kulturkundliche Sammlung, Land- u. Forstwirtschaft
Auszeichnungen: Auszeichnung : Österreichischer Museumspreis - Anerkennung
Auszeichnung 2005: Österreichisches Museumsgütesiegel
Angebot:
kind Kindergerechtes Museum


 

Beschreibung:

Das heutige Heimathaus wurde im 17. Jahrhundert als «Bürgerspital» erbaut. Nach Einrichtung eines modernen Altenheimes bot sich das zuletzt als Armenhaus in Verwendung stehende Gebäude als Rahmen für ein Museum an. Die Sammlung selbst datiert in ihren Ursprüngen aus den 20er Jahren. Nach jahrzehntelanger Zwischenlagerung in Kisten begann eine kleine Gruppe unter Führung der Ortschronistin Imma Waid 1968 mit der Sichtung und dem Aufbau des Museums. Schrittweise wurde das Heimathaus eingerichtet und schließlich 1997 nach vollständigem Freiwerden aller Räumlichkeiten endgültig fertiggestellt.

Drei zentrale Themenbereiche zeigt die beeindruckend große Sammlung: das Wallfahrtswesen und seine Geschichte, den Mariazeller Eisenkunstguß sowie das teils bereits ausgestorbene Handwerk und Brauchtum der Gegend.

Bei einem ausgedehnten Rundgang gelangt man vorbei an einer Dokumentation urzeitlicher Höhlenfunde zur Darstellung bäuerlicher Arbeit anhand diverser Geräten. Die «Welt der Fuhrleute» hinterließ prachtvolles Pferdegeschirr und technische Utensilien. Der erste großräumige Bereich ist die Darstellung des «Eisenkunstgusses» in besonders charakteristischen, außergewöhnlichen oder schönen Beispielen, wie etwa einem eisernen Ehebett oder einem prächtigen Ofen. Neben der historischen Dokumentation wurde auch eine alte Schmiede eingerichtet.

Im Abschnitt «Bäuerliches Brauchtum» wird fast Vergessenes aus dem Jahreskreis wieder lebendig: vom Wettersegen bis zur Rauhnacht und zur Wachskrippe vom Mariazeller Karmel. Aus «Haus und Hof» wird versucht, die ganze Lebensart von einst an Gegenständen nacherlebbar zu machen. Eine Rauchküche, eine Waschküche und selbst die Spinnstube sind zu sehen, ausgestattet mit Zeugnissen all dessen, was in ihnen entstand. Im obersten Geschoß wird der Besucher von einem naturgetreuen Nachbau einer Sennhütte und einer Sommerhütte überrascht, die das Leben und die Arbeit auf der Alm illustrieren. Ergänzend ist im Hof des Gebäudes eine vorindustrielle Lederwalke aufgebaut, um das Wissen ob dieses aussterbenden Handwerks der Nachwelt zu erhalten. Nach dem dokumentarischen Bereich über die Wallfahrer und ihre Bräuche gelangt man zuletzt in die Sammlung historischer Fotogeräte aus über 125 Jahren Fotogeschichte.

Als bemerkenswerte Ergänzung besteht hier ein in seiner Vollständigkeit und Vielfalt in der Steiermark vielleicht einmaliges Archiv der Gemeinde Mariazell in Schriften, Bildern und Dokumenten. Es wurde in über 30-jähriger Kleinarbeit von den Museumsgründern zusammengetragen und soll nun ständig ergänzt werden. Das Heimathaus Mariazell zählt in seiner Gesamtheit mit zu den umfassendsten Sammlungen regionaler Kultur in der Steiermark.

 
 
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