Österreichisches Freilichtmuseum Stübing
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Enzenbach 32
A-8114 Stübing |
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Beschreibung:
Die Idee, unter freiem Himmel ein Museum zu errichten, reicht zurück ins Skandinavien des 19. Jahrhunderts, geleitet vom Gedanken, alte Baukultur und die damit verbundenen Techniken, Traditionen und Lebensformen nicht der Vernichtung und dem Vergessen preiszugeben. Dem Schweden Arthur Hazelius gelang 1891 auf der Stockholmer Insel Djurgarden die Errichtung des ersten wissenschaftlich orientierten Freilichtmuseums «Skansen». Bis 1909 entstehen ausschließlich in Skandinavien sechs weitere große Freilichtmuseen. Erst 1934 kommt es zur ersten deutschen Gründung.
1908 fordert der Indogermanist Rudolf Meringer erstmals die Errichtung eines Freilichtmuseums zur Erhaltung von gefährdeten Baudenkmälern im Lechwald bei Graz. Es folgten Planungen und Ansätze in ganz Österreich, jedoch keine Umsetzung. Viktor von Geramb träumte zeitlebens von einem Freilichtmuseum in Graz, entweder im Anschluß an das von ihm gegründete Volkskundemuseum oder am Rosenhain. Sein Traum wurde erst drei Jahre nach seinem Tod verwirklicht: Am 26. November 1962 erfolgte die offizielle Gründung des Österreichischen Freilichtmuseums in Stübing bei Graz.
Der Gründer und Leiter bis zum heutigen Tag, Univ.-Prof. DDr. Viktor Herbert Pöttler, hatte sich als begeisterter Geramb-Schüler bereits jahrelang intensivst mit Hausforschung im Alpenraum auseinandergesetzt. Ab 1961 verfolgte er mit Nachdruck und unter großem persönlichen Einsatz die Idee des gesamtösterreichischen Freilichtmuseums. Er baute über Jahre die Kooperation mit den Bundesländern und verschiedensten Institutionen auf. Am 7. September 1970 konnte das Freilichtmuseum in Stübing eröffnet werden. Seit damals wird die große Schausiedlung, welche in ihrer Siedlungsgeografie Österreich im Kleinen entspricht, ständig erweitert und ergänzt. Nach wie vor besteht enge Zusammenarbeit mit allen Österreichischen Bundesländern. Seit 1985 verfügt das Österreichische Freilichtmuseum über ein zeigemäßes Ausstellungsgebäude. Hier werden alljährlich in Ausstellungen Beiträge zur historischen Haus- aber auch Sozialforschung und ihre Gegenwartsbezüge den Besuchern nahegebracht.
Von den weit über 80 Bauobjekten seien hier nur einige besonders bemerkenswerte genannt:
Das Rauchstubenhaus «Salegger Moar» aus der Gegend um Birkfeld war 1963 das erste vollständig übertragene Bauernhaus. Die Schule aus Prätis bei Pöllau gibt einen Einblick in die österreichische Schulgeschichte. Im weststeirischen Bauernhaus «Niggas» ist eine urtümliche Gemischtwarenhandlung anzutreffen, in der auch heute noch verschiedene Kleinigkeiten käuflich zu erwerben sind. Der Ringhof «Paule» aus Reichenau, Kärnten, läßt bäuerliches Wirtschaften im 18. Jahrhundert lebendig werden. Eines der dominantesten Gebäude im Gelände ist der mir Sgraffito geschmückte Vierkanthof aus St. Ulrich bei Steyr (OÖ). Der «Hanslerhof» aus Alpbach (T) zeigt den westösterreichischen Einhoftypus. Gegen Ende des Geländes geht es stark bergauf. Verschiedenste almerische Bauten zeigen das Leben und die Arbeit auf der Alm. Ein letzter Höhepunkt ist das Bregenzerwälderhaus aus Vorarlberg.
Bei einem ausgedehnten Spaziergang kann der Besucher hier einen Eindruck der verschiedensten Kultur- und Architekturlandschaften Österreichs bekommen und dabei einen Blick in die Vergangenheit werfen. Es ist der Wunsch der Betreiber, daß das gute Alte den Weg zum guten Neuen weisen möge.

Archiv Freilichtmuseum Stübing

Archiv Freilichtmuseum Stübing

Archiv Freilichtmuseum Stübing
1908 fordert der Indogermanist Rudolf Meringer erstmals die Errichtung eines Freilichtmuseums zur Erhaltung von gefährdeten Baudenkmälern im Lechwald bei Graz. Es folgten Planungen und Ansätze in ganz Österreich, jedoch keine Umsetzung. Viktor von Geramb träumte zeitlebens von einem Freilichtmuseum in Graz, entweder im Anschluß an das von ihm gegründete Volkskundemuseum oder am Rosenhain. Sein Traum wurde erst drei Jahre nach seinem Tod verwirklicht: Am 26. November 1962 erfolgte die offizielle Gründung des Österreichischen Freilichtmuseums in Stübing bei Graz.
Der Gründer und Leiter bis zum heutigen Tag, Univ.-Prof. DDr. Viktor Herbert Pöttler, hatte sich als begeisterter Geramb-Schüler bereits jahrelang intensivst mit Hausforschung im Alpenraum auseinandergesetzt. Ab 1961 verfolgte er mit Nachdruck und unter großem persönlichen Einsatz die Idee des gesamtösterreichischen Freilichtmuseums. Er baute über Jahre die Kooperation mit den Bundesländern und verschiedensten Institutionen auf. Am 7. September 1970 konnte das Freilichtmuseum in Stübing eröffnet werden. Seit damals wird die große Schausiedlung, welche in ihrer Siedlungsgeografie Österreich im Kleinen entspricht, ständig erweitert und ergänzt. Nach wie vor besteht enge Zusammenarbeit mit allen Österreichischen Bundesländern. Seit 1985 verfügt das Österreichische Freilichtmuseum über ein zeigemäßes Ausstellungsgebäude. Hier werden alljährlich in Ausstellungen Beiträge zur historischen Haus- aber auch Sozialforschung und ihre Gegenwartsbezüge den Besuchern nahegebracht.
Von den weit über 80 Bauobjekten seien hier nur einige besonders bemerkenswerte genannt:
Das Rauchstubenhaus «Salegger Moar» aus der Gegend um Birkfeld war 1963 das erste vollständig übertragene Bauernhaus. Die Schule aus Prätis bei Pöllau gibt einen Einblick in die österreichische Schulgeschichte. Im weststeirischen Bauernhaus «Niggas» ist eine urtümliche Gemischtwarenhandlung anzutreffen, in der auch heute noch verschiedene Kleinigkeiten käuflich zu erwerben sind. Der Ringhof «Paule» aus Reichenau, Kärnten, läßt bäuerliches Wirtschaften im 18. Jahrhundert lebendig werden. Eines der dominantesten Gebäude im Gelände ist der mir Sgraffito geschmückte Vierkanthof aus St. Ulrich bei Steyr (OÖ). Der «Hanslerhof» aus Alpbach (T) zeigt den westösterreichischen Einhoftypus. Gegen Ende des Geländes geht es stark bergauf. Verschiedenste almerische Bauten zeigen das Leben und die Arbeit auf der Alm. Ein letzter Höhepunkt ist das Bregenzerwälderhaus aus Vorarlberg.
Bei einem ausgedehnten Spaziergang kann der Besucher hier einen Eindruck der verschiedensten Kultur- und Architekturlandschaften Österreichs bekommen und dabei einen Blick in die Vergangenheit werfen. Es ist der Wunsch der Betreiber, daß das gute Alte den Weg zum guten Neuen weisen möge.
Museen in der Umgebung:
- Höhlenkundlicher Schauraum der Lurgrotte - Peggau
- Kleines Bauernmuseum Eisbach-Rein - Eisbach-Rein
- Museum Sensenwerk Deutschfeistritz - Deutschfeistritz
- Nostalgie-Rüsthaus Eisbach - Eisbach-Rein
- Tropenausstellung. Die Kult- und Antiquitätensammlung des Weltreisenden Walter Sandler - Gratkorn
- Urgeschichtliches Museum - Peggau
- Zisterzienserstift Rein - Eisbach-Rein
Stand: 18.7.2011, alle Angaben ohne Gewähr


