Diözesanmuseum Graz
| Adresse: |
Bürgergasse 2
A-8010 Graz |
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| Kontakt: |
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| Öffnungszeiten: |
Geschlossen am1. Jänner sowie am 25. und 26. Dezember |
| Leiter: |
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| Themengebiete: |
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| Auszeichnungen: |
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Beschreibung:
Das Diözesanmuseum Graz wurde 1932 gegründet und in drei übereinanderliegenden Kapellen im Grazer Dom eingerichtet. Primäre Aufgaben des Museums waren die Ausbildung der angehenden Priester in Belangen der Kunst sowie die Bewahrung der Kunstwerke aus steirischen Kirchen. Seit 1938 war das Museum wegen nationalsozialistischer Repressalien weitgehend geschlossen. Durch die Luftschutzaussiedlung 1942 kam es beinahe zur Auflösung. Die wertvollsten Kunstwerke wurden im Pfarrhof von Pischelsdorf sichergestellt, einige kamen in ihre Heimatpfarren zurück und andere gelangten an das Landesmuseum Joanneum. Erst 1948 wurde das Museum nach Behebung der Kriegsschäden am Dom wieder eröffnet, verfiel aber in einen Dornröschenschlaf und war kaum mehr zugänglich.
Mit der Liturgiereform, die viele Ausstattungsteile aus den Kirchen verbannte, bekam das Diözesanmuseum eine neue Bedeutung. Ab 1974 erfolgte die museale Adaptierung von Räumlichkeiten im Minoritenkloster bei der Mariahilferkirche, wo 1981 das Diözesanmuseum neu eröffnet werden konnte. 2002 wurde das Museum grundlegend saniert und behindertengerecht adaptiert.
Ganzjährig zu sehen ist die Schausammlung "Kirche. Kunst. Kostbarkeiten", die inhaltlich nach Heiligen, Maria, Christus, Gfeiern und Glauben gegliedert ist. Aus dem Bereich von Malerei, Plastik und Goldschmiedekunst finden sich herausragende Beispiele steirischen Kunstschaffens. Genannt seien das romanische Kruzifix aus Pürgg (um 1220/30), die Schöne Madonna aus Perchau (um 1420/30) und die Diözesanpatrone Rupert und Virgil von Linhart Astl (um 1520).
Malerisch sticht der gotische Flügelaltar aus der Leonhardikirche in Bad Aussee hervor (um 1460), aber auch eine Weihnachtsdarstellung vom Kremser Schmidt (1790) muß erwähnt werden. Zu den kostbarsten Silber- und Goldschmiedearbeiten zählen die gotischen Kelche aus Schönberg (um 1500) und Großlobming (um 1500).
Im Bereich Glauben sticht als eigenwillige Besonderheit der Darstellung die so genannte Hl. Kümmernis hervor, eine bärtige und gekreuzigte Frau mit legendhafter Herkunft.
Voran steht der Sammlung ein Informationsbereich zur kirchlichen Denkmalpflege, das das Museum ist auch die kirchliche Denkmalpflegestelle der Steiermark ist. Hier wird der Frage nachgegenagen, weshalb überhaupt kirchliche Denkmalpflege betrieben wird und welche Faktoren Kunst- und Einrichtungsgegenstände bedrohen. Markantes Beispiel sind ein verkohlter Engelskopf eines Kirchenbrandes oder ein zerschnittener Teil des gotischen Flügelaltares. Nach einem Diebstahl wurden die Flügel zerschnitten und nur e´dieser eine Teil konnte nach Jahrzehnten wieder gefunden werden.
Bekannt ist das Diözesanmuseum Graz für seine jährlich stattfindenden Sonderausstellungen zu künstlerischen, ikonographischen und kulturgeschichtlich spannenden Themen.
Ebenso bekannt sind die museumspädagogischen Aktivitäten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in- und außerhalb des Museums.
Das Diözesanmuseum Graz versteht sich als Ort des künstlerischen Dialoges, der zur Auseinandersetzung mit Geschichte, Entwicklung und Gegenwart der Kirche und des christlichen Glaubens einlädt.
Heimo Kaindl

Archiv Diözesanmuseum Graz
Mit der Liturgiereform, die viele Ausstattungsteile aus den Kirchen verbannte, bekam das Diözesanmuseum eine neue Bedeutung. Ab 1974 erfolgte die museale Adaptierung von Räumlichkeiten im Minoritenkloster bei der Mariahilferkirche, wo 1981 das Diözesanmuseum neu eröffnet werden konnte. 2002 wurde das Museum grundlegend saniert und behindertengerecht adaptiert.
Ganzjährig zu sehen ist die Schausammlung "Kirche. Kunst. Kostbarkeiten", die inhaltlich nach Heiligen, Maria, Christus, Gfeiern und Glauben gegliedert ist. Aus dem Bereich von Malerei, Plastik und Goldschmiedekunst finden sich herausragende Beispiele steirischen Kunstschaffens. Genannt seien das romanische Kruzifix aus Pürgg (um 1220/30), die Schöne Madonna aus Perchau (um 1420/30) und die Diözesanpatrone Rupert und Virgil von Linhart Astl (um 1520).
Malerisch sticht der gotische Flügelaltar aus der Leonhardikirche in Bad Aussee hervor (um 1460), aber auch eine Weihnachtsdarstellung vom Kremser Schmidt (1790) muß erwähnt werden. Zu den kostbarsten Silber- und Goldschmiedearbeiten zählen die gotischen Kelche aus Schönberg (um 1500) und Großlobming (um 1500).
Im Bereich Glauben sticht als eigenwillige Besonderheit der Darstellung die so genannte Hl. Kümmernis hervor, eine bärtige und gekreuzigte Frau mit legendhafter Herkunft.
Voran steht der Sammlung ein Informationsbereich zur kirchlichen Denkmalpflege, das das Museum ist auch die kirchliche Denkmalpflegestelle der Steiermark ist. Hier wird der Frage nachgegenagen, weshalb überhaupt kirchliche Denkmalpflege betrieben wird und welche Faktoren Kunst- und Einrichtungsgegenstände bedrohen. Markantes Beispiel sind ein verkohlter Engelskopf eines Kirchenbrandes oder ein zerschnittener Teil des gotischen Flügelaltares. Nach einem Diebstahl wurden die Flügel zerschnitten und nur e´dieser eine Teil konnte nach Jahrzehnten wieder gefunden werden.
Bekannt ist das Diözesanmuseum Graz für seine jährlich stattfindenden Sonderausstellungen zu künstlerischen, ikonographischen und kulturgeschichtlich spannenden Themen.
Ebenso bekannt sind die museumspädagogischen Aktivitäten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in- und außerhalb des Museums.
Das Diözesanmuseum Graz versteht sich als Ort des künstlerischen Dialoges, der zur Auseinandersetzung mit Geschichte, Entwicklung und Gegenwart der Kirche und des christlichen Glaubens einlädt.
Heimo Kaindl
Veranstaltungen:
Sonderausstellung: Heilige in Europa. Kult und Politik
vom 11.05.2011 - 16.10.2011
Sonderausstellung: Weihnachtsausstellung
vom 23.11.2011 - 15.01.2012
Museen in der Umgebung:
Stand: 12.8.2010, alle Angaben ohne Gewähr


