Universalmuseum Joanneum

 
Adresse: Adresse
Mariahilferstraße 2 - 4
8020 Graz

Kontakt:
Telefon 0316 / 8017 - 0 (UMJ, Auskunft)
Fax 0316 / 8017 - 9800
Leiter: Leiter Hofrat Dr. Wolfgang Muchitsch
Angebot:
kind Kindergerechtes Museum


Beschreibung:

 Erzherzog Johann übergab am 26.11.1811 seine Privatsammlung den steiermärkischen Landständen zur Gründung eines "Innerösterreichischen Nationalmusäums" und schuf damit das Joannneum als erstes jedermann zugängliches Museum in der Steiermark, verbunden mit einer Lehranstalt. Sein Auftrag lautete, man solle die Wissensgebiete "versinnlichen, dadurch das Lernen erleichtern, die Wißbegierde reitzen, jenes dem Selbstdenken, und hiermmit der Selbstständigkeit so nachteilige bloße Memoiren, jene schädliche Kluft zwischen dem Begriff und der Anschauung, der Theorie und griff und der Anschauung, der Theorie und ne schõdliche Kluft zwischen dem Begriff und der Anschauung, der Theorie und der Praxis mehr und mehr ausfüllen helfen". Mit dieser Stiftung beherbergt die Steiermark in seiner Landeshauptstadt das älteste Museum des heutigen Österreich.

Als erstes Museumsgebäude wurde der in den Jahren 1665 bis 1674 vom italienischen Architekten Domenico Sciassia erbaute so genannte "Lesliehof" angekauft, der bis heute die naturwissenschaftlichen Sammlungen beherbergt. Die wissenschaftlichen Institute neben den Schausammlungen wurden ab 1864 zur Technischen Hochschule umgewandelt, die 1874 vom Staat übernommen und 1887 im neu errichteten Gebäude der Technischen Hochschule in der Rechbauerstraße untergebracht wurde. Damit konnten die Schausammlungen neu gestaltet werden.

Von 1890 bis 1899 wurde das Museumsgebäude in der Neutorgasse erbaut. Schon 1887 wurde das Joanneum in elf Abteilungen aufgespalten; noch zählten auch das Landesarchiv und die Landesbibliothek hinzu, die heute selbständige Institutionen sind. Das Kupferstichkabinett wurde der Gemäldegalerie zugeschlagen, der heutigen Alten Galerie, aus der 1941 durch Herauslösen der Werke des 19. und 20. Jahrhunderts die Neue Galerie entstand. 1913 kam das Volkskundemuseum zum Joanneum, 1941 das Jagdmuseum und nach dem Zweiten Weltkrieg Schloss Stainz, Schloss Eggenberg und Schloss Trautenfels.

Heute umfasst das Landesmuseum Joanneum als Abteilung der Steiermärkischen Landesregierung neunzehn Abteilungen mit zwölf Standorten in Graz, Stainz und Trautenfels. Derzeit ist die gesamte Umstrukturierung des Landesmuseums bei gleichzeitigem Umbau der Ausstellungshäuser im Gange. Die ständigen Sammlungen sollen modernisiert werden und daneben große Themenpräsentationen - Natur, Volkskunde, Kunst und Geschichte - sowie Studiengalerien entstehen. Die Infrastruktur des Museums soll den internationalen Museumsstandards angepasst werden, damit sich das größte österreichische Landesmuseum auch weiterhin, dem 1983 verliehenen Museumspreis des Europarates Rechnung tragend, als "ein wahrhaft europäisches Museum" präsentieren kann.



Die Schausammlungen des Landesmuseum Joanneum im Überblick:

1. Geologie und Paläontologie

2. Mineralogie

3. Botanik

4. Zoologie

5. Ur- und Frühgeschichtliche Sammlung

6. Provinzialrömische Sammlung

7. Münzensammlung

8. Kulturhistorische Sammlung

9. Landeszeughaus

10. Alte Galerie

11. Neue Galerie Graz

12. Volkskundemuseum

13. Jagdmuseum Schloss Stainz

14. Schloss Eggenberg

15. Landschaftsmuseum im Schloss Trautenfels

16. Landwirtschaftliche Sammlung Schloss Stainz

17. Bild- und Tonarchiv

18. Künstlerhaus

19. Kunsthaus Graz

20. Büro der Erinnerungen

21. Museumspavillon Flavia Solva

22. Römersteinsammlung im Lapidarium

23. Hans Mauracher-Museum



Die Joanneum-Tageskarte kostet für Erwachsene 7 € (ermäßigt 5,50 oder 3 Euro), die Zweitageskarte kostet 12 € (ermäßigt 9 € oder 5,00 €). Die Jahreskarte des Landesmuseum Joanneum berechtigt 12 Monate lang (ab Kaufdatum) zum Eintritt in alle Schausammlungen und Ausstellungen des Landesmuseum Joanneum. Führungen sind nicht im Kartenpreis inkludiert (Ausnahme Prunkräume in Schloss Eggenberg) und können vor Teilnahme an einer Führung an der jeweiligen Kassa bezahlt werden: (Erwachsene 50 €, SeniorInnen, Präsenz- und Zivildiener, Menschen mit Behinderungen, SchülerInnen, Studierende und Lehrlinge unter 27 Jahren 35 €, Familienkarte 75 €). (Stand 2007)