Benediktinerstift Admont - Bibliothek und Museum
| Adresse: |
Hauptstraße 1
A-8911 Admont |
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Beschreibung:
Erwarte das Unerwartete ...
Mitten im Herzen Österreichs liegt das älteste bestehende Kloster der Steiermark, das 1074 von Erzbischof Gebhard von Salzburg gegründete Benediktinerstift Admont. In der Vielfalt dieser faszinierenden Klosterwelt gehen Gegensätze wie Tradition und Innovation ein kommunikatives Bündnis ein.
Seit Juni 2003 ist das "kontrastreichste Privatmuseum Österreichs" nach mehrjähriger Sanierung im Stift Admont eröffnet. Als Ausstellungsfläche stehen nunmehr rund 3.600 m² zur Verfügung bei einer Gesamtnutzungsfläche von etwa 7.600 m². Die Präsentation reicht von einer multimedialen Einführung in Sinn und Zweck des Klosterlebens, über moderne Präsentationen der kunsthistorischen Präziosen bis zu einer erstaunlichen Sammlung zeitgenössischer Kunst, die die jüngste Sammeltätigkeit des Klosters dokumentiert. In den Rundgang eingebunden ist selbstverständlich auch die weltgrößte Klosterbibliothek, der ein eigener "Dunkelraum" zur Präsentation der Handschriften vorgelagert ist.
Das Benediktinerstift Admont beherbergt neben dem berühmten barocken Bibliothekssaal (vollendet 1776) - mit rund 160.000 Büchern und der kunsthistorisch bedeutsamen Figurenausstattung von Josef Stammel - auch eine kulturhistorische und eine naturhistorische Sammlung sowie textile Kunstwerke.
Das kunsthistorische Museum des Stiftes wurde 1959 als "Schatzkammer steirischer Kunst" durch P. Adalbert Krause eingerichtet. Mittelpunkt der Sammlung ist die "geistliche Schatzkammer", die neben mittelalterlichen Pretiosen vor allem gotische und barocke Gold- und Silberschmiedearbeiten aus dem liturgischen Bereich präsentiert.
Die Sammlung liturgischer Textilien beinhaltet hochwertige Reliefstickereien auf priesterlichen Messkleidern aus dem 16. Jahrhundert und eine große Anzahl von textilen Kunstwerken, aus der Admonter Stickereischule des 17. und 18. Jahrhunderts. Die Gebhard Mitra vom Ende des 14. Jahrhunderts stellt eine Besonderheit der Sammlung dar.
Dem barocken Stiftsbildhauer Thaddäus Stammel (1695-1765) ist ein eigener Raum gewidmet.
Die so genannte Admonter Madonna von 1310 aus dem Landesmuseum Joanneum ist ebenfalls in der Kunsthistorischen Sammlung zu bewundern.
Die zeitgenössische Kunst nimmt einen weiteren großen Bereich der Sammlung ein. So finden sich Werke von Lois Renner, Erwin Wurm, Rudi Molacek, Erwin Bohatsch, Herbert Brandl, Hubert Schmalix, Alois Mosbacher oder Alfred Klinkan im Bereich der zeitgenössischen Kunstsammlung. Im Erdgeschoss ist ein großer Ausstellungsbereich den Werken des zeitgenössischen steirischen Künstlers Hannes Schwarz gewidmet.
Die 2004 neu eröffnete Naturhistorische Sammlung wurde bereits 1899 als zugängliche museale Sammlung gegründet und bis 1910 aufgebaut. Die Sammlung wird über einen langen Gangsaal betreten, dessen eine Seite in großen, historischen Vitrinen exotische Tiere und Weingeistpräparate von Schlangen, Fischen, Fröschen usw. enthält. Heimische Wildtiere und Greifvögel, eine Schildkröte, ein Elefantenschädel und Fischpräparate sind ebenso vertreten. Besonders erwähnt werden müssen eine Insektensammlung mit rund 250.000 Exemplaren aus allen Teilen der Erde sowie mehr als 1.000 Vogelpräparate, die überwiegend aus der heimischen Fauna stammen.
Aus den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts stammt die wächserne Obstsammlung, die 245 naturgetreu nachgebildete Obstsorten zeigt, welche beim Stiftsbrand von 1865 unversehrt geblieben sind. Aus dem Pflanzenreich sind Zapfen, Holzquerschnitte, das besondere "Obersteirische Herbar" in 38 Holzbänden sowie Pilze und Schwämme ausgestellt.
Im Museumsshop werden unter anderem spezifische Klosterprodukte angeboten.
Insgesamt ist das Museum des Stiftes Admont ein Gesamterlebnis im Spannungsbogen von alter und moderner Kunst, Naturkunde und historischer Bibliothek, Tradition und Innovation. Untergebracht im Benediktinerstift zeigt das Museum ein modernes Erscheinungsbild, das auf den Umbau nach Plänen von Architekt Manfred Wehdorn zurückgeht. Und die kontrastreichen Sammlungen des Museum spiegeln sich konsequent von allen Bauteilen bis zu einzelnen Möbeln wieder.
Das neue "Museum Stift Admont" versteht sich als Ort der Toleranz, der multikulturellen Koexistenz und Kommunikation. Es kann es als Stätte der Vielfalt erlebt werden, in der neben dem klösterlichen Bildungsauftrag auch die Botschaft des hl. Benedikt spürbar wird. Das "Gesamterlebnis Stift Admont" kann durch die Kombination weiterer Angebote individuell gestaltet werden: die neugotische Stiftskirche, die weitläufige Klosteranlage mit ihren monastischen, kunsthistorischen und gartenarchitektonischen Highlights, die kulinarischen Genüsse im Stiftskeller, sowie Abstecher in den "Nationalpark Gesäuse" und zu den umliegenden Tourismusattraktionen.
Heimo Kaindl

Archiv Benediktinerstift Admont

Stift Admont

Stift Admont

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Mitten im Herzen Österreichs liegt das älteste bestehende Kloster der Steiermark, das 1074 von Erzbischof Gebhard von Salzburg gegründete Benediktinerstift Admont. In der Vielfalt dieser faszinierenden Klosterwelt gehen Gegensätze wie Tradition und Innovation ein kommunikatives Bündnis ein.
Seit Juni 2003 ist das "kontrastreichste Privatmuseum Österreichs" nach mehrjähriger Sanierung im Stift Admont eröffnet. Als Ausstellungsfläche stehen nunmehr rund 3.600 m² zur Verfügung bei einer Gesamtnutzungsfläche von etwa 7.600 m². Die Präsentation reicht von einer multimedialen Einführung in Sinn und Zweck des Klosterlebens, über moderne Präsentationen der kunsthistorischen Präziosen bis zu einer erstaunlichen Sammlung zeitgenössischer Kunst, die die jüngste Sammeltätigkeit des Klosters dokumentiert. In den Rundgang eingebunden ist selbstverständlich auch die weltgrößte Klosterbibliothek, der ein eigener "Dunkelraum" zur Präsentation der Handschriften vorgelagert ist.
Das Benediktinerstift Admont beherbergt neben dem berühmten barocken Bibliothekssaal (vollendet 1776) - mit rund 160.000 Büchern und der kunsthistorisch bedeutsamen Figurenausstattung von Josef Stammel - auch eine kulturhistorische und eine naturhistorische Sammlung sowie textile Kunstwerke.
Das kunsthistorische Museum des Stiftes wurde 1959 als "Schatzkammer steirischer Kunst" durch P. Adalbert Krause eingerichtet. Mittelpunkt der Sammlung ist die "geistliche Schatzkammer", die neben mittelalterlichen Pretiosen vor allem gotische und barocke Gold- und Silberschmiedearbeiten aus dem liturgischen Bereich präsentiert.
Die Sammlung liturgischer Textilien beinhaltet hochwertige Reliefstickereien auf priesterlichen Messkleidern aus dem 16. Jahrhundert und eine große Anzahl von textilen Kunstwerken, aus der Admonter Stickereischule des 17. und 18. Jahrhunderts. Die Gebhard Mitra vom Ende des 14. Jahrhunderts stellt eine Besonderheit der Sammlung dar.
Dem barocken Stiftsbildhauer Thaddäus Stammel (1695-1765) ist ein eigener Raum gewidmet.
Die so genannte Admonter Madonna von 1310 aus dem Landesmuseum Joanneum ist ebenfalls in der Kunsthistorischen Sammlung zu bewundern.
Die zeitgenössische Kunst nimmt einen weiteren großen Bereich der Sammlung ein. So finden sich Werke von Lois Renner, Erwin Wurm, Rudi Molacek, Erwin Bohatsch, Herbert Brandl, Hubert Schmalix, Alois Mosbacher oder Alfred Klinkan im Bereich der zeitgenössischen Kunstsammlung. Im Erdgeschoss ist ein großer Ausstellungsbereich den Werken des zeitgenössischen steirischen Künstlers Hannes Schwarz gewidmet.
Die 2004 neu eröffnete Naturhistorische Sammlung wurde bereits 1899 als zugängliche museale Sammlung gegründet und bis 1910 aufgebaut. Die Sammlung wird über einen langen Gangsaal betreten, dessen eine Seite in großen, historischen Vitrinen exotische Tiere und Weingeistpräparate von Schlangen, Fischen, Fröschen usw. enthält. Heimische Wildtiere und Greifvögel, eine Schildkröte, ein Elefantenschädel und Fischpräparate sind ebenso vertreten. Besonders erwähnt werden müssen eine Insektensammlung mit rund 250.000 Exemplaren aus allen Teilen der Erde sowie mehr als 1.000 Vogelpräparate, die überwiegend aus der heimischen Fauna stammen.
Aus den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts stammt die wächserne Obstsammlung, die 245 naturgetreu nachgebildete Obstsorten zeigt, welche beim Stiftsbrand von 1865 unversehrt geblieben sind. Aus dem Pflanzenreich sind Zapfen, Holzquerschnitte, das besondere "Obersteirische Herbar" in 38 Holzbänden sowie Pilze und Schwämme ausgestellt.
Im Museumsshop werden unter anderem spezifische Klosterprodukte angeboten.
Insgesamt ist das Museum des Stiftes Admont ein Gesamterlebnis im Spannungsbogen von alter und moderner Kunst, Naturkunde und historischer Bibliothek, Tradition und Innovation. Untergebracht im Benediktinerstift zeigt das Museum ein modernes Erscheinungsbild, das auf den Umbau nach Plänen von Architekt Manfred Wehdorn zurückgeht. Und die kontrastreichen Sammlungen des Museum spiegeln sich konsequent von allen Bauteilen bis zu einzelnen Möbeln wieder.
Das neue "Museum Stift Admont" versteht sich als Ort der Toleranz, der multikulturellen Koexistenz und Kommunikation. Es kann es als Stätte der Vielfalt erlebt werden, in der neben dem klösterlichen Bildungsauftrag auch die Botschaft des hl. Benedikt spürbar wird. Das "Gesamterlebnis Stift Admont" kann durch die Kombination weiterer Angebote individuell gestaltet werden: die neugotische Stiftskirche, die weitläufige Klosteranlage mit ihren monastischen, kunsthistorischen und gartenarchitektonischen Highlights, die kulinarischen Genüsse im Stiftskeller, sowie Abstecher in den "Nationalpark Gesäuse" und zu den umliegenden Tourismusattraktionen.
Heimo Kaindl
Museen in der Umgebung:
Stand: 21.5.2010, alle Angaben ohne Gewähr


