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MUWA - Museum der Wahrnehmung im Kunsthaus Oktogon

Adresse: Adresse
Friedrichgasse 41, Augarten
A-8010 Graz

Kontakt:
Telefon 0316 / 811599 (MUWA)
Fax 0316 / 811599
Öffnungszeiten: Zeiten Mi - Mo 14.00  - 18.30 Uhr
Workshops und Samadhi - Bad nach Vereinbarung
Leiter: Leiter  Werner Wolf
Themengebiete: Themen Erlebnis- und/oder Kindermuseum, Kunst, Naturkunde
Angebot:
kind Kindergerechtes Museum
extcafe Cafe/Restaurant in der Umgebung
Zugang:
behindert Behindertengerechtes Museum - Teilweise


 
Beschreibung:
1990 wurde das Museum der Wahrnehmung gegründet und in mobilen Containern im Stadtpark untergebracht. Auf der Suche nach einem festen Standort stieß man bald auf das sanierungsbedürftige Volksbad im Augarten, das 1904 errichtet worden war und bis 1995 in Verwendung stand. Nach einer umfangreichen und denkmalgerechten Adaptierung konnte im Mittel- und Obergeschoß 1996 das MUWA seine Pforten öffnen. Zentraler Kern des Gebäudes und der Räume ist der mächtige Kamin, um den im Mittelgeschoß der achteckige Ausstellungsraum mit vorgesetztem Foyer angelagert ist. Schon beim Betreten wird klar, daß es sich nicht um ein traditionelles Museum handelt. Anfassen, ausprobieren, draufsetzen und erlebnishaft vollziehen ist hier nicht nur erlaubt, sondern erwünscht.

Im MUWA begegnet man der ständigen Ausstellung von Wahrnehmungs-Installationen. Dabei handelt es sich um Objekte, die von Künstlern, Designern, Wahrnehmungspsychologen und Technikern konzipiert und realisiert wurden. Ihnen gemeinsam ist ihre erstaunliche Wirkung auf unseren Wahrnehmungsapparat. Irritierend und paradox, verwirrend und vergnüglich zugleich stellen sie einen Vorgang in Frage, der uns vertraut und selbstverständlich scheint: unsere alltägliche sinnliche Wahrnehmung.



Eine Benham-Scheibe, schwarz-weiß gehalten erzeugt in Drehung versetzt bunte Farben, ähnlich einem Raumfahrersessel steht hier ein Taktiloskop und läßt den, der sich darauf setzt, mit der Oberfläche seiner Haut sehen. Künstlerische Objekte sind hier von Autoren versammelt, die sich mit den Fragen der unterschiedlichsten Wahrnehmungsmöglichkeiten beschäftigen. «Platonische Körper» von Hartmut Skerbisch finden sich neben der Installation «Fidschi» und der Klangskulptur «Im Auge des Taifun II» von Robert Höldrich und Winfried Ritsch.

Das sich ständig verändernde MUWA wurde 1999 um ein Samadhi-Bad im Keller erweitert, in dem man bei völliger Dunkelheit und Entzug der Sinnesreize im salzhaltigen Wasser zu intensivsten Wahrnehmungen kommt. Damit wird auch im MUWA die Tradition des Tröpferlbades fortgesetzt.

Wahrnehmung wird in der Installationen des MUWA als ein Prozess individueller und gemeinschaftlicher Inszenierung von Wirklichkeit erlebbar und nachvollziehbar gemacht. Diesen gemeinschaftlichen Aspekt der "Konstruktion von Wirklichkeit" hat Ernst von Glaserfeld mit dem Kybernetiker Heinz v. Foerster - einem der bedeutenden Vordenker konstruktivistischer Erkenntnistheorie - hervorgehoben : "Das, was wir zumeist als objektive Wirklichkeit betrachten, entsteht in der Regel dadurch, dass unser eigenes Erleben von anderen bestätigt wird."

Definiertes Ziel des MUWA ist es, Menschen in einen für sie wichtigen Raum einzuladen und sie darin für sie wichtige Erfahrungen machen zu lassen.

 
Veranstaltungen:

Sonderausstellung: Cornelia Genschow "Ein Dach voll"

vom 14.05.2011 - 02.09.2011
CORNELIA GENSCHOW bildet mit einem Verfahren der grafischen Umsetzung jene Gräser und Pflanzen nach, die im Verlauf der Sommermonate 2010 auf dem Dach des Museums der Wahrnehmung MUWA als einfaches, grünes Gras gewachsen sind.

 
 
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