Österreichisches Forstmuseum Silvanum
| Adresse: |
Großreifling 22
A-8931 Landl - Großreifling |
|---|---|
| Kontakt: |
|
| Öffnungszeiten: |
auf Anfrage auch außerhalb der Öffnungszeiten |
| Leiter: |
|
| Themengebiete: |
|
| Auszeichnungen: |
|
| Angebot: |
|
| Zugang: |
|
Beschreibung:
Bereits anläßlich der «Internationalen Land- und Forstwirtschaftlichen Ausstellung» 1890 in Wien wird der Ruf nach einem österreichischen land- und forstwirtschaftlichen Museum laut. Erst am 1.1.1966 gelingt es der Initiative von Adolf Grabner ein Heimatmuseum in Wildalpen ins Leben zu rufen, dessen Schwerpunkt die Forstwirtschaft darstellt. Ab 1970 führt es den Namen «Forstmuseum Wildalpen». Bedingt durch intensive Sammlungstätigkeit und Vergrößerungsbestrebungen wird das Museum bald zu eng. Nach Verhandlungen stellen die Österreichischen Bundesforste den sogenannten «Neuen Kasten» in Großreifling, einen Getreidespeicher der Innerberger Hauptgewerkschaft aus dem Jahr 1771, als Raum für eine Museumsneugründung zur Verfügung. So kann sich 1975 der «Forstmuseumsverein Großreifling» als Trägerinstitution des neuen Forstmuseums konstituieren. Das beeindruckende, massive Gebäude wird in den Folgejahren eingehend saniert und 1979 seiner neuen Bestimmung übergeben.
Der Standort des Museums ist nur zu schlüssig: Die Weiterverarbeitung des am Erzberg geförderten Eisens wäre ohne Holzkohle nicht denkbar gewesen. Das Holz dafür bezog die Innerberger Hauptgewerkschaft zu großen Teilen aus der Gegend um Großreifling. Das Museum spiegelt aber über den regionalen Rahmen weit hinausgehend die Vielfalt der Forstwirtschaft Österreichs wider.
Im Erdgeschoß finden sich neben einem Bereich für jährlich wechselnde Sonderausstellungen Großexponate des forstlichen Transportwesens vom Handzugschlitten bis zur lebensgroßen Darstellung des Waldbahnwesens. Weitere Schwerpunkte sind forsthistorische Kostbarkeiten, das Reichsforstgesetz von 1852 sowie die wichtigsten heimischen Holzarten. Das erste Obergeschoß zeigt von Grafiken, die einen Überblick über Waldregionen, Waldverteilung und Holzarten in Österreich geben. Zwei weitere zentrale Bereiche sind hier die Baumaufzucht und die Holzernte einst und heute. Vorgestellt werden Berufszweige wie Holzknecht, Holzfacharbeiter und Forsttaxator. Ein kleiner Bereich ist der Forstwirtschaft auf Briefmarken gewidmet.
Der zweite Stock bietet eine illustrative Fülle an Modellen: Sie erklären auf anschaulichste Weise Entwicklungsgeschichte, Technik und Funktion des einstigen Holztransportes: Holztrift, Klausen, Fangrechen, aber auch Seilförderung und Flößerei. Den Abschluß bilden die Holzriesen, die bis in die jüngste Zeit Verwendung fanden. Das oberste, dritte Geschoß ist den forstlichen Nebenbetrieben gewidmet. Harznutzung, Köhlerei und Sägeindustrie werden teils in Modellen erklärt.
In seiner Gesamtheit und Vollständigkeit erfüllt das Forstmuseum Großreifling eine wichtige Funktion sowohl für das Verständnis regionaler Sozialgeschichte als auch bei der Bildung eines ökologischen Bewußtseins von Jung und Alt.

F: ARIS, Heimo Kaindl
Der Standort des Museums ist nur zu schlüssig: Die Weiterverarbeitung des am Erzberg geförderten Eisens wäre ohne Holzkohle nicht denkbar gewesen. Das Holz dafür bezog die Innerberger Hauptgewerkschaft zu großen Teilen aus der Gegend um Großreifling. Das Museum spiegelt aber über den regionalen Rahmen weit hinausgehend die Vielfalt der Forstwirtschaft Österreichs wider.
Im Erdgeschoß finden sich neben einem Bereich für jährlich wechselnde Sonderausstellungen Großexponate des forstlichen Transportwesens vom Handzugschlitten bis zur lebensgroßen Darstellung des Waldbahnwesens. Weitere Schwerpunkte sind forsthistorische Kostbarkeiten, das Reichsforstgesetz von 1852 sowie die wichtigsten heimischen Holzarten. Das erste Obergeschoß zeigt von Grafiken, die einen Überblick über Waldregionen, Waldverteilung und Holzarten in Österreich geben. Zwei weitere zentrale Bereiche sind hier die Baumaufzucht und die Holzernte einst und heute. Vorgestellt werden Berufszweige wie Holzknecht, Holzfacharbeiter und Forsttaxator. Ein kleiner Bereich ist der Forstwirtschaft auf Briefmarken gewidmet.
Der zweite Stock bietet eine illustrative Fülle an Modellen: Sie erklären auf anschaulichste Weise Entwicklungsgeschichte, Technik und Funktion des einstigen Holztransportes: Holztrift, Klausen, Fangrechen, aber auch Seilförderung und Flößerei. Den Abschluß bilden die Holzriesen, die bis in die jüngste Zeit Verwendung fanden. Das oberste, dritte Geschoß ist den forstlichen Nebenbetrieben gewidmet. Harznutzung, Köhlerei und Sägeindustrie werden teils in Modellen erklärt.
In seiner Gesamtheit und Vollständigkeit erfüllt das Forstmuseum Großreifling eine wichtige Funktion sowohl für das Verständnis regionaler Sozialgeschichte als auch bei der Bildung eines ökologischen Bewußtseins von Jung und Alt.
Museen in der Umgebung:
- Almmuseum Ardning - Ardning
- Benediktinerstift Admont - Bibliothek und Museum - Admont
- GeoZentrum Gams - Gams bei Hieflau
- Montan- und Gießereimuseum Gußwerk - Gußwerk
- Montanmuseum Hieflau im Köhlerzentrum - Hieflau
- Museum Wildalpen, Abteilung Heimat- und Pfarrmuseum - Wildalpen
- Wasserleitungsmuseum Wildalpen - Wildalpen
Stand: 9.6.2010, alle Angaben ohne Gewähr


